Rodenkirchen - Der Kindergarten Regenbogen darf sich jetzt mit dem Tigerkids-Zeichen schmücken. Seit 2010 hatten sich die Erzieherinnen in frühkindlicher Ernährungs- und Bewegungsförderung schulen lassen. Die Kosten in Höhe von 2900 Euro trug die Krankenkasse AOK.
Tigerkids ist ein Präventionsprojekt der Münchner Stiftung Kindergesundheit, das die AOK unterstützt. Seit dem Projektstart 2008 ist es in bundesweit 5500 Kindergärten eingeführt worden, darunter 14 aus der Wesermarsch und 2 aus Stadland – nämlich Firlefanz Kleinensiel und jetzt Regenbogen an der Sportstraße.
Die AOK-Präventionsberaterin Anke Schröder verwies auf eine Untersuchung aus Bayern, derzufolge Kinder aus dem Tigerkids-Programm zu Hause signifikant öfter Obst essen, deutlich mehr Gemüse zu sich nehmen und viel seltener energiereiche Getränke trinken.
In der Schulung lernten die Erzieherinnen, diese Verhaltensweisen kindgerecht zu vermitteln – offensichtlich mit Erfolg, wie die Leiterin Brigitte Wargenau sagte: Einige Kinder versuchten schon, ihre Eltern zu gesünderem Essen zu erziehen. Auch was die Kinder von Hause als Frühstück mitbringen, sei deutlich gesundheitsfördernder geworden.
Die Erzieherinnen vermitteln die Kenntnisse mit einer Tiger-Handpuppe, der „kleinen Lok, die alles weiß“, und einem Obstteller, der die Kinder magisch anzieht, nicht nur zu den Mahlzeiten. Die Obststücke müssen aber mundgerecht geschnitten sein, sonst greifen die Kinder nicht zu.
Die Kosten für die gesunden Mahlzeiten im Kindergarten sind nicht hoch: 5 Euro pro Monat. Dazu kommen Spenden von Eltern.
