Gemeinde Apen - Einen langen Tag hatten die Mitglieder des Schulausschusses. Vom frühen Morgen bis in den Nachmittag hinein bereisten sie alle Schulen auf Gemeindegebiet, im Anschluss daran tagten sie im Aper Rathaus. Manches brachten sie dabei auf den Weg.
So gab das Gremium mehrheitlich die Empfehlung an den Gemeinderat, die Schulbezirksgrenze in Augustfehn zu ändern. Das betrifft Familien, die im Wohnpark am Augustfehn-Kanal leben. Die Eltern sollen künftig entscheiden können, ob ihr Kind in der Janosch-Grundschule in Augustfehn I oder in der Grundschule am Stahlwerk in Augustfehn II angemeldet wird.
„Da die Schule am Stahlwerk einzügig ist, würde bei einer zu hohen Zahl an Anmeldungen das Los entscheiden, welches Kind dort unterrichtet wird“, sagt Doris Siefert vom Amt für Bildung und Familie im Gespräch mit der NWZ. Sie betont, dass sich bei den bereits eingeschulten Mädchen und Jungen aus dem Wohnpark nichts ändert.
Um die Janosch-Grundschule ging es in einem zweiten Tagesordnungspunkt. Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig dafür, dass die Gemeinde die Umwandlung in eine offene Ganztagsschule beantragt. Auch darüber muss letztlich der Rat entscheiden.
„Bisher handelt es sich um eine verlässliche Grundschule mit freiwilliger Hortbetreuung am Nachmittag. Für den Hort müssen die Eltern zahlen“, so Siefert. Geplant sei, an drei Tagen pro Woche die Nachmittagsbetreuung durch die Schule, an zwei Tagen durch den Hort anzubieten. „Die Eltern können auch entscheiden, ihr Kind nur vormittags in die Schule zu schicken.“
Außerdem wurden die Ausschussmitglieder darüber informiert, dass die Augustfehner Oberschule (OBS) einen Multifunktionsraum für die Fächer Biologie, Chemie und Physik erhält. Maximal 120 000 Euro soll er kosten. „Der bisherige Bio-Raum wird entsprechend umgebaut“, erläutert Doris Siefert. Im jetzigen Zustand seien dort beispielsweise Experimente unmöglich. Ferner soll der OBS-Verwaltungstrakt samt Lehrerzimmer erweitert werden.
Mit einer halben Million Euro würden diese Baumaßnahmen zu Buche schlagen. Der Ausschuss erteilte Bürgermeister Matthias Huber (SPD) den Auftrag, zu prüfen, ob es eine kostengünstigere Lösung geben könnte. „Grundsätzlich wurde aber anerkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht“, sagte Huber gegenüber der NWZ.
