Metjendorf - Ein neuer Spielplatz an der Grundschule in Metjendorf ist nötig, weil der alte dem Neubau der Turnhalle und der Erweiterung des Schulgebäudes weichen musste. „Durch die neue Turnhalle haben wir jetzt deutlich weniger Platz auf unserem Schulhof zur Verfügung, auf dem sich die Kinder in den Pausen austoben können“, sagt Schulleiterin Dr. Sandra Thom. Beispielsweise seien Bäume abgeholzt oder Wallanlagen beseitigt worden. Die Spielgeräte wurden abgebaut und zum Teil verschrottet. Jetzt soll mit dem neuen Konzept ein Traumschulhof verwirklicht werden. Entwickelt haben das Papier alle Beteiligten an der Schule. Die Kinder, Eltern, Lehrer und auch der Förderverein seien mit in die Planungen einbezogen worden. „Vor allem die Schüler sollten ihre Ideen entwickeln“, sagt Thom. Die Kinder konnten über ein Punktesystem ein Ranking erstellen, was ihnen auf dem neuen Schulhof am wichtigsten ist. Und auf Platz eins landete die Natur. „Mehr Bäume und Pflanzen wünschen sich unsere Schüler.“ Auf Platz zwei kam ein Bolzplatz. Der Spielturm werde vergrößert, aber auch eine Seilbahn sieht die Wunschliste vor.
Vorschläge auch verworfen
Vorschläge mussten aber auch verworfen werden. „Ein Bodentrampolin können wir aus Sicherheitsgründen nicht installieren“, sagt die Schulleiterin. Es müsste dann in den Pausen ein Lehrer mit einem sogenannten Trampolinschein als Aufsicht neben die Anlage gestellt werden. Das könne die Schule nicht leisten. Auch mit dem Rhönrad über den Schulhof zu rollen, ist nicht machbar. „Da sind Unfälle programmiert.“
Machbar ist hingegen die Oase der Stille im Innenhof. Auch das Grün kam wegen der Bauarbeiten weg, ebenso ein Pavillon und eine Kletterwand. Jetzt soll neu gestaltet werden. „Es soll ein großer Sandkasten für die kleinen Kinder entstehen“, sagt Thom. In der von außen nicht zugänglichen Anlage würde es dann auch keinen Ärger mit Hundekot oder Scherben im Sand geben. Auch an ein Balancierspiel ist gedacht. Für Lehrer soll es in der Oase ebenfalls einen Bereich geben.
Wird nicht billig
Das alles wird sicher nicht billig. Die bisher vorgesehenen 30 000 Euro werden da nicht reichen. Zwischen 60 000 und 70 000 Euro rechnet die Schule, müsste die Gemeinde ausgeben. Insofern schlägt die Schule vor, dass in zwei Bauabschnitten gearbeitet wird. Somit könnte mit den 30 000 Euro in diesem Jahr ein erster Teil fertiggestellt werden. „Wir wollen ja nicht gleich alles auf einmal haben“, sagt die Metjendorfer Pädagogin.
