Metjendorf - „Wir hatten einen richtig grünen Schulhof“, sagt Schulleiterin Dr. Sandra Thom. Für die Kinder sei das ein echtes Refugium in den Pausen gewesen, so die Pädagogin. Dann wurde aus einem großen Teil des Schulhofes eine Baustelle. Alte Eichen fielen und jede Menge Sträucher und Büsche. Der Obstgarten der Schule war nicht mehr.
Um wieder mehr Grün auf das Gelände zu bekommen, nahm die Grundschule Metjendorf an einer Ausschreibung teil, die von der LzO finanziert, durch Landrat Jörg Bensberg unterstützt und vom Umweltbildungszentrum begleitet wurde. Ziel: An Schulen des Ammerlandes sollen insektenfreundliche Bäume gepflanzt werden, um den Rückgang der Insekten zu stoppen. Und siehe da, die Schule bekam den Zuschlag. Ende vergangener Woche griffen Eltern, Kinder und Lehrer zu Spaten und Gießkanne und pflanzten rund 30 Obstbäume und -sträucher.
Alte Obstsorten
„Wir haben uns bewusst für alte Obstsorten entschieden“, sagt Sandra Thom. Es seien robuste Bäume und Sträucher. Verschiedene Apfel- und Birnensorten als Halbstämme sowie diverse größere Obststräucher (Pflaumen, Mirabellen, Maulbeeren und Kirschen) und Kleinsträucher (Johannis-, Josta- und Heidelbeeren), die sich gegenseitig befruchten können und zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr Obst tragen, seien gemeinsam in die Erde gebracht worden. „Wir haben darauf geachtet, dass die Erntezeit möglichst nicht während der Sommerferienmonate im Juli und August liegt.“
Durch die Baumaßnahmen sei der Spielbereich für die zunehmende Anzahl der Kinder an der Grundschule Metjendorf immer weiter verkleinert worden. „Er war nicht nur ein Spielplatz für die Schule, sondern für das ganze Viertel hier“, erklärt die Schulleiterin. Auch ein Feld musste der Baustelle weichen. Auf dem hatten die Kinder im Rahmen des Sachkundeunterrichts Kartoffeln angebaut. Zur besseren Pflege solle dieser Kartoffelacker in Form von Hochbeeten neu angelegt werden. „Es ist auch geplant, den Obstgarten weiter auszubauen. Angedacht ist unter anderem die Errichtung eines Insektenhotels“, berichtet Sandra Thom.
Damit nicht genug: Auch der Spielplatz der Schule soll weiter ausgebaut werden. Erste Gedanken habe man sich bereits gemacht, sagt die Schulleiterin. Sie hofft auf ausreichend Geld seitens der Gemeinde.
