Cloppenburg - Hochkonzentriert und schlichtweg Feuer und Flamme – wenn die Jungen und Mädchen des St.-Vincenz-Kindergartens im Cloppenburger Ortsteil Galgenmoor sich als Forscher versuchen, gibt es für sie kein Halten mehr. So auch am Montagmorgen, als Kindergartenleiterin Elisabeth Langner und deren Team zum Experimentieren einluden. Die Kleinen durften mit Farben panschen und sogar ausprobieren, ob Wasser an Papier klebenbleibt – Experimente, die dank des Projekts „Haus der kleinen Forscher“ fest im Alltag der Kindergartenkinder verankert sind.

Dass das auch in Zukunft so sein wird, verkündete Ursula Meyer-Burke von der Volkshochschule Cloppenburg am Montag ganz offiziell. In ihrer Funktion als Netzwerkkoordinatorin dieses Bundesprojekts für den Kreis Cloppenburg, überreichte sie Langner, ihren Kolleginnen Rita Lau und Angelika Kessen sowie Elternvertreterin Christine Middendorf die neueste Auflage der Plakette „Haus der kleinen Forscher“. Zum dritten Mal in Folge wurde die Einrichtung somit für die Teilnahme an dem Projekt zertifiziert.

Kein Selbstläufer: „Fortbildungsmaßnahmen und die Durchführung verschiedener Projekte sind die Voraussetzungen für die Zertifizierung“, so Meyer-Burke. So müssten die Erzieher an Workshops rund um die Themen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik teilnehmen.

Im Kindergarten St. Vincenz dürfen sich alle 160 Jungen und Mädchen – aufgeteilt in sieben Gruppen – regelmäßig als Nachwuchsforscher ausprobieren. Ziel ist es, die Neugierde der Kleinen zu fördern. Dass das funktioniert, davon ist Langner überzeugt. „Sie sind begeistert vom Untersuchen und Experimentieren, und das zeigen ja auch ihre Gesichter.“ Der fünfjährige John konnte dieser Einschätzung nur zustimmen. Vor allem das Wasser-Experiment hatte es ihm angetan: „Es macht so viel Spaß, alles nass zu spritzen.“