Harkebrügge/Sedelsberg - Das Niedersächsische Kultusministerium hat die Einführung einer Ganztagsschule an den Grundschulen Harkebrügge und Sedelsberg genehmigt. Noch am Mittwoch hatte Barßels Erster Gemeinderat in der Sitzung des Schulausschusses Kritik an dem Verhalten der Landesschulbehörde geübt (die NWZ  berichtete). Die Gemeinde hatte im November 2013 einen Antrag zur Einführung eines Ganztagsschulbetriebs an der Junker-Harke-Grundschule in Harkebrügge an drei Tagen in der Woche ab dem kommenden Schuljahr gestellt. Die Landesschulbehörde, so Sope am Mittwoch, sei bisher stumm geblieben.

Zwei Tage später, am Freitag, liegt der NWZ  eine Mitteilung des Kultusministeriums vor. Daraus geht hervor, dass die Junker-Harke-Grundschule als offene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2014/15 genehmigt wurde. „Ich hatte am Mittwoch schon gesagt, dass die Landesschulbehörde Schulleiterin Melanie Burchert gesagt hatte, dass der Antrag vollständig sei und einer Genehmigung eigentlich nichts mehr im Wege steh“, sagte Sope am Freitag auf Nachfrage der NWZ .

Ihm lag am Freitagnachmittag noch keine schriftliche Bestätigung vor. Sope freute sich über die Genehmigung und zeigte sich zuversichtlich, dass man den Ganztagsbetrieb nach den Ferien mit Essensausgabe starten könne. „Wir müssen jetzt schnell handeln. Baulich muss nicht viel verändert werden. Ich hoffe, dass die Genehmigung schnell schriftlich kommt.“

Auch die Astrid-Lindgren-Grundschule in Sedelsberg darf sich ab dem Schuljahr 2014/15 offene Ganztagsschule nennen. Die Gemeinde Saterland hatte ebenfalls im November vergangenen Jahres einen Antrag auf Genehmigung gestellt. „Die Genehmigung kam sehr spät“, sagte Bürgermeister Hubert Frye auf NWZ -Nachfrage. Er habe am Freitag diesbezüglich eine E-Mail von der Landesschulbehörde bekommen. „Trotzdem sind wir erfreut darüber.“

Über die Ausschreibung und Vergabe soll in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses gesprochen werden, so dass es „nach den Ferien in die Umbauphase gehen kann“, sagte Frye. Obwohl er sich freue, sei es eigentlich ein Unding, so Frye, dass die Genehmigung so lange hat auf sich warten lassen. Für beide Gemeinden und Schulen sei die schnelle Umsetzung nun mit einem hohen Aufwand verbunden.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland