Harpstedt - In vier Jahren hat sich Herbert Bock intensiv mit vier Jahrhunderten beschäftigt. Er schrieb seine Dissertation zum Thema „Der mittlere Hunteraum mit den Kirchspielen Harpstedt und Colnrade vom 13. bis 17. Jahrhundert – Wirkkräfte der Geschichte, gezeigt am Beispiel eines Siedlungsraumes“ und bestand magna cum laude, also mit Auszeichnung. Herbert Bock aus Diepholz ist mit 69 Jahren Dr. Herbert Bock.

Bevor er Student wurde, war er Berufssoldat. Nach der Pensionierung entschied er sich, seinem Hobby weiter nachzugehen und belegte einen Magister-Studiengang in den Fächern Geschichte, Geografie und Politikwissenschaft an der Universität in Vechta. „Gerade für Geschichte interessiere ich mich schon lange“, sagte Bock. Mit den jüngeren Studenten kam er gut zurecht und auch nach Abschluss des Magister-Studiums war sein Wissensdurst nicht gestillt. Sein Professor Dr. Bernd Ulrich Hucker bot ihm an, bei ihm zu promovieren.

„Anfangs dachte ich gar nicht, dass das Thema so spannend sein würde. Das war es aber“, gab Bock zu. Die Besonderheit an seiner 280-Seiten starken Dissertation war, dass sie einen langen Zeitraum umfasst. Bocks Ziel war, die Geschichte des Raumes detailliert zu erfassen und die Regionalgeschichte in die Gesamtentwicklung einzuordnen. Während er an seiner Dissertation arbeitete, unterstützte ihn das Forschungsprojekt „Bäuerliche Siedlungs- und Geschlechterhistorie der Samtgemeinde Harpstedt“. Während der Beiratssitzung sprach Vorsitzende Karin Holm Bock ihre Glückwünsche aus. Auch Bürgermeister Herwig Wöbse gratulierte seinem „Nachwuchsdoktorand“ mit den Worten, „es ist nie zu spät, etwas Neues anzufangen“. Bocks Dissertation soll genauso wie zwei andere Schriften des Forschungsprojektes im Frühjahr 2016 erscheinen.