Nordenham - Der langjährige Konrektor der Realschule Am Luisenhof, Hartwig Röfer, ist in der vergangenen Woche gestorben. Er wurde 71 Jahre alt.
41 Jahre lang war Hartwig Röfer Lehrer, 30 Jahre wirkte er Am Luisenhof in Einswarden. Geboren wurde er am 11. März 1942 in Nordenham, doch schon bald verzog er mit seinen Eltern nach Elsfleth. Zu Röfers Familie gehören auch ein Bruder und eine Schwester.
Realschule II aufgebaut
1961 legte Hartwig Röfer am Gymnasium Brake das Abitur ab. Anschließend studierte er in Oldenburg Englisch und Geschichte. Am 27. Mai 1964 trat er seinen Schuldienst an – und zwar in der Hafenschule. Nach einem Aufbaustudium wurde Röfer 1972 zum Realschullehrer ernannt und wechselte ein Haus weiter an die Realschule an der Pestalozzistraße.
Von da aus war er am Aufbau der Realschule II – zunächst in der St.-Willehad-Schule – beteiligt. 1975 begann er das, was er selbst „mein Abenteuer Am Luisenhof“ nannte. Er wechselte an die – nicht nur baulich – neue Schule, die damals noch Schulzentrum Nord hieß.
1977 rückte er unter dem damaligen Rektor Anton Günter Wempe zum Konrektor auf – ein Amt, das er 28 Jahre lang ausübte. 2004, im letzten Jahr der aktiven Phase seiner Altersteilzeit, übernahm er zusammen mit Hergen Drieling, dem Konrektor der Hauptschule, die Leitung der Luisenhof-Außenstelle an der Margaretenstraße in Friedrich-August-Hütte. Sie ist mittlerweile wieder aufgelöst.
Nie ungeduldig
Hartwig Röfer liebte das Englische, und auch deshalb war es mehr als angemessen, dass eine Kollegin ihm „die innere Ruhe und Contenance eines englischen Gentleman“ bescheinigte. Nie wurde er ungeduldig, unfreundlich oder gar laut. Allerdings legte Röfer nicht selten eine starke Beharrlichkeit an den Tag. Er galt als korrekt, gradlinig, verschwiegen und hilfsbereit, wirkte aber auch immer ein wenig distanziert.
Sein zweites prägendes Amt war das des Leiters der Kreisbildstelle – später Kreismedienzentrum – Nord. Er übte es von 1972 bis 2007 aus. Seine Mitarbeiter erlebten ihn als menschlich und fürsorglich, seine Kollegen an den Schulen als offen für alle Neuerungen bei den Medien.
Hartwig Röfer liebte die Musik. Er sang im Motettenchor und spielte Klavier, manchmal auch bei Feiern in Altenheimen. Schon bevor es Mode wurde, unternahm er gern Fernreisen.
Seiner in Elsfleth wohnenden Mutter war er ein liebevoller Sohn; er betreute sie bis zu ihrem Tod vor zwei Jahren.
