Landkreis - Einen Trend für die Schullaufbahn-Empfehlung haben die Viertklässler schon zum Schulhalbjahr bekommen. Die Lehrer beurteilen die Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der letzten zwei Jahre in Deutsch, Mathe und Sachunterricht. Wer im Schnitt eine glatte 2 hat, kann in der Regel mit einer Gymnasialempfehlung rechnen. Das Arbeits- und Sozialverhalten ist eine weitere Entscheidungshilfe.
Etwa 90 Prozent der Eltern folgen dieser Empfehlung. Sie müssen es aber nicht. Wer keine Gymnasialempfehlung hat, kann auch auf einer IGS Abitur machen – und das nach 13 Schuljahren. Dargestellt werden das Profil des Gymnasiums Wildeshausen, des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ahlhorn und des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums (GAG) in Oldenburg, ferner das der Integrierten Gesamtschule (IGS) am Everkamp in Wardenburg und der IGS Gut Spascher Sand Privatschule in Wildeshausen.
Das GAG ist eine Besonderheit. Es liegt in der Stadt Oldenburg, ist aber den Schülern des Landkreises vorbehalten. Dafür dürfen Landkreis-Kinder keine Gymnasien der Stadt Oldenburg besuchen. In der Oberstufe hingegen mischt sich das wieder, wodurch sich die Wahlmöglichkeit erhöht.
Da ab der Oberstufe generell keine Schulbezirke mehr gelten, können dann die Jugendlichen auch innerhalb des Landkreises Oldenburg das Gymnasium bzw. die IGS wechseln. Dann wäre für die Wildeshauser vielleicht das „nur“ 15 Kilometer entfernte Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium interessant oder umgekehrt für die Schüler aus der Gemeinde Großenkneten das Wildeshauser Gymnasium.
Auch die Schüler aus der Gemeinde Hude können dann wählen. Neben dem GAG und dem Gymnasium Wildeshausen wäre von der Entfernung her auch das Gymnasium in Ganderkesee interessant. Andererseits hat die Peter-Ustinov-Schule Hude eine Oberschule mit gymnasialen Zweig.
Infos über weiterführende Schulen in Ganderkesee und Delmenhorst auf Seite 40
