Apen - „Wenn das Gemeindehaus nach Plätzchen duftet, überall Weihnachtsmusik läuft und die Kinder ganz aufgeregt herumlaufen, dann bin ich so richtig weihnachtlich eingestimmt“, sagt Vanessa Trump. Die 21-Jährige leitet seit vier Jahren gemeinsam mit ihrer Freundin Kea Renken ehrenamtlich die Aktion „Warten aufs Christkind“ vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Apen. Gemeinsam mit 18 Helferinnen und Helfern bieten sie am 24. Dezember von 15 bis 18 Uhr die Aktion für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren an. Jungen und Mädchen können spontan an diesem Donnerstag ins Aper Gemeindehaus gebracht werden. Dort können die Kinder basteln, malen und mit anderen spielen, während ihre Eltern alles für den Abend vorbereiten.
Vanessa Trump und Kea Renken waren bereits selbst als Kinder beim „Warten aufs Christkind“ dabei. Danach haben sie dort mitgeholfen. „Als vor vier Jahren die damalige Leiterin aufgehört hat, konnten wir es nicht übers Herz bringen, dass dieses Angebot ausfällt“, erzählt Vanessa Trump. Daher haben sich die beiden 21-Jährigen aus Apen der Aufgabe angenommen.
Sie hatten bereits Erfahrung als Jugendgruppenleiterinnen. „Einmal in der Woche haben wir die Jungschar, und somit Jugendliche von acht bis zwölf Jahren betreut“, erzählt Kea Renken. Mit denen sind die beiden auch auf Freizeiten gefahren. Außerdem haben sie während ihrer Schulzeit Aktionstage für Konfirmanden mitgestaltet.
In ihrer Freizeit geht Vanessa Trump ins Fitnessstudio, Kea Renken powert sich in einer Uni-Mannschaft beim Basketball aus oder entspannt beim Stricken.
Vanessa Trump ist derzeit in der evangelischen Hochschulgruppe in Dortmund aktiv. „Da organisieren wir verschiedene Themenabende, Vorträge, Spiele oder Freizeiten“, berichtet die Sonderpädagogik-Studentin. Nach dem Studium möchte sie evangelische Religion und Mathematik unterrichten. Kea Renken möchte hingegen für Menschen mit Beeinträchtigungen da sein. Das hat sie nach dem Abitur herausgefunden, als sie in Indien in einer solchen Einrichtung eine Lehrerin unterstützt hat. „Es war schön, mit den Menschen zu nähen, zu tanzen oder Theater zu spielen“, findet sie. Kea Renken engagiert sich an ihrer Hochschule in der Gruppe „Zugvögel“, die einen interkulturellen Austausch organisiert.
Neben dem Studium haben die beiden einen Job bei der Familienhilfe in Dortmund. Zwei bis drei Mal die Woche passen sie auf Kinder auf, spielen mit ihnen, gehen raus oder schwimmen.
