Hundsmühlen - Das Werkzeug für eine soziales Miteinander passt in einen Koffer. Gepackt haben diesen Schüler der Klasse 2b der Grundschule Hundsmühlen. Es war der gemeinsame Abschluss eines Präventionsprogramms, das die Kinder in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Familienbildungsstätte Oldenburg durchlaufen haben.
Beim Projekt „Handwerkskoffer“ geht es um soziale Kompetenzen und Strategien in verschiedenen Bereichen. Der siebenjährige Bilal zum Beispiel knetete auf einem selbstgebastelten Wutball herum. „Den habe ich, damit ich mich mal auswüten kann“, erklärte er. Bei anderen Praxisbeispielen ging es ums Zuhören, um Gefühle und vieles mehr, das im Alltag oft nicht leicht zu bewältigen ist. Über acht Wochen ging es für die Klasse von Lehrerin Tanja Tydecks darum, sich damit zu beschäftigen und sich das persönliche Handwerkszeug für verschiedene Situationen anzueignen.
„Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen auch von den Eltern bekommen“, so Tydecks. „Die Kinder lernen hier, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, um Konflikte zu lösen“, erklärte Heike Reipöler, die gemeinsam mit Christine Jurr die Kinder anleitete. Angeboten wird es bereits im fünften Jahr. Einen großen Dank richtete sie an die Bürgerstiftung Wardenburg. Sie hat einen großen Teil des Projekts finanziert.
