Ganderkesee - Ganz knapp unterm Landesmittelwert, besser als der Durchschnitt im Landkreis Oldenburg und auch besser als die meisten Delmenhorster Schulen: Mit einem Abiturnoten-Durchschnitt von 2,59 steht das Gymnasium Ganderkesee vergleichsweise gut da. „Aber wir wollen uns gar nicht vergleichen“, betonte Direktorin Dr. Renate Richter am Freitag im Gespräch mit der NWZ . „Jede Schule ist anders und zur Abiturnote tragen viele verschiedene Faktoren bei.“

Richter blickt aber gern auf die eigene Schule – und ist sehr zufrieden: „Wir haben in diesem Jahr einen guten Schnitt, und es sind nur wenige durchgefallen“, sagte sie. Das sei in den vorherigen Jahren ähnlich gewesen.

In Ganderkesee werden auch die Durchschnittsnoten von Schülerinnen und Schülern getrennt erfasst – ohne dass sich dabei laut Renate Richter ein Trend erkennen lasse: In diesem Jahr lag der Schnitt der Abiturientinnen bei 2,56, die männlichen Schulabgänger erreichten einen Wert von 2,62. „Im vorigen Jahr“, so Renate Richter, „war es aber umgekehrt.“

Das niedersächsische Kultusministerium hatte in dieser Woche Zahlen zu den Abiturnoten 2016 an Gymnasien und Fachgymnasien veröffentlicht: Danach liegt der Landesdurchschnitt bei 2,58, im Landkreis Oldenburg betrug der Wert 2,7, in der Stadt Delmenhorst 2,74.

Dass die Abi-Note bei der Bewerbung in Unternehmern oft eine untergeordnete Rolle spielt, berichtet Annika Vosteen, Personalsachbearbeiterin bei MBB-Palfinger in Hoykenkamp. „Wir gucken mehr auf die Fächer, die für den Beruf relevant sind.“ Aussagekräftiger als die Durchschnittsnote seien oft auch die Bewertungen im Arbeits- und Sozialverhalten.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)