Jever - Es ist eine echte Erfolgsgeschichte: Im Jahr 2006 gründete Esther Oduro Asamoah im westafrikanischen Ghana ihre kleine Privatschule „God’s Heritage Academy“ – ursprünglich für zehn Kinder aus ihrer Nachbarschaft. Inzwischen werden an der Schule 205 Schülerinnen und Schüler von zehn Lehrern unterrichtet.
Unterstützung beim Aufbau ihrer Schule erhielt Esther von der Entwicklungsorganisation Opportunity International Deutschland, einer gemeinnützigen Stiftung: Durch Mikrokredite und Schulungen wurde Esther Oduro Asamoah in die Lage versetzt, ihre Schule zu vergrößern und dadurch den Kindern ihrer Gemeinde echte Zukunftschancen zu bieten und den Weg aus der Armut zu einem selbstbestimmten Leben zu ebnen.
Über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen als Bildungsunternehmerin und Opportunity-Klientin berichtet Esther Oduro Asamoah am Sonntag, 15. November, auch in Jever: Unter dem Motto „Opportunity vor Ort“ lädt der Freundeskreis Weser-Ems dazu ein, sie kennen zu lernen. Beginn ist um 15 Uhr im Ev. Gemeindehaus am Kirchplatz Jever.
Der Freundeskreis Weser-Ems um Pastor Rüdiger Möllenberg und die Unternehmer Dr. Karl Harms und Jochen Ewald unterstützt die Arbeit von Opportunity in Ghana seit mehreren Jahren mit Spenden und Öffentlichkeitsarbeit – unter anderem auch durch die NWZ -Weihnachtsaktion 2008/09. Neben Mikroschulen unterstützen die Freunde aus Weser-Ems vor allem landwirtschaftliche Projekte.
Mit „Opportunity vor Ort“ wollen sie sowie Stiftungs-Vorstand Mark Ankerstein und Projektkoordinatorin Anke Luckja Interessierten die Arbeit des weltweit im Bereich sozialer Mikrofinanz tätigen Netzwerks näher bringen.
Die Förderung von Bildungsunternehmern und ihrer so genannten Mikroschulen ist eine der zentralen Aufgaben von Opportunity International. Mit Kleinkrediten und begleitenden Schulungen soll das Schulangebot in den Projektländern qualitativ und quantitativ verbessert werden. In vielen Entwicklungsländern sind die staatlichen Schulsysteme stark überfordert. Es fehlt an Geld für Infrastruktur und an gut ausgebildeten Lehrern.
Durch den Mangel an öffentlichen Schulen müssen Kinder weite und beschwerliche Wege zurücklegen, um die Schulen zu erreichen. Auch die Klassen werden immer größer – darunter leidet die Lehrqualität.
Durch Unterstützung privater Bildungsunternehmerinnen erhalten mehr Kinder Zugang zu Bildung und die Quote der Schulabbrüche, vor allem bei Mädchen, wird reduziert.
