Wildeshausen/Neerstedt - Ein wichtiger Baustein der Energiewende ist die Solartechnik. Damit sich auch junge Menschen für diese Technik begeistern und diese verstehen, haben die Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Oldenburg am Dienstag erneut Solarstative an die Grundschul-Leiterinnen Roswitha Remmert (Wallschule) und Anja Lösch (Holbeinschule) in Wildeshausen übergeben. Auch Andrea Selke, Rektorin der Grundschule Neerstedt, erhielt eine solche Solarbox. Die Module werden nun im Unterricht in den vierten Klassen eingesetzt.
BBS-Fachlehrer Holger Adomat übergab mit seinen Schülern die Paneele im Wildeshauser Stadthaus im Beisein von Bürgermeister Jens Kuraschinski. Die Stadt hatte das Projekt mit 300 Euro gefördert.
Auf den Stativen ist ein Solar-Paneel montiert, das dank eines Kugelkopfes beweglich ist und damit immer die volle Kraft der Sonneneinstrahlung ausnutzen kann. Am effektivsten arbeiten die Solar-Paneele, wenn die Sonnenstrahlen im 90-Grad-Winkel auftreffen. Mit dem erzeugten Strom kann unter anderem ein Radio betrieben, ein Smartphone oder ein Modellrennwagen aufgeladen werden. Zur Ausstattung gehören auch drei Glasröhren, mit denen nach dem Prinzip der Solar-Thermie Wasser durch die Sonnenkraft erhitzt wird. „Mit der Sonne leben lernen, das ist die Zukunft“, betonte Adomat.
Entstanden waren die Solarstative in einer schulischen Zusammenarbeit zwischen den BBS und der Realschule Wildeshausen. Kai Wiedeck betreute das Projekt als Lehrer der Realschule.
Neben der Wallschule und der Holbeinschule ist auch die Sankt-Peter-Schule bereits mit Solarbaukästen aus den BBS ausgestattet worden. Das Solarstativ für die Grundschule Neerstedt war in der Auszubildenden-Werkstatt des Wildeshauser Baumaschinenherstellers Atlas Weyhausen (Weycor) unter der Leitung von Ausbildungsmeister Werner Renschen entstanden.
Damit die Lehrer der Grundschulen die Solarkästen auch im Unterricht einsetzen können, bietet die Berufsbildenden Schulen Seminare für die Lehrkräfte an.
