Bookholzberg - Aufregende Schnitzeljagden, kreative Waldhütten bauen und leckeren Apfelsaft selbst herstellen – auf diese und weitere spannende Aktivitäten können sich 30 Ganderkeseer Grundschüler aus dem gesamten Gemeindegebiet in den Herbstferien freuen.

Von Montag, 19. Oktober, bis Sonnabend, 24. Oktober, findet täglich zwischen 9 und 16 Uhr im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen, Holler Weg 33, ein Sprachferiencamp unter dem Motto „Gesunde Ernährung und Kochen/Wald und Natur“ statt.

„Ziel ist, dass die Sechs- bis Neunjährigen ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache verbessern“, erklärte Astrid Fuchs, Projektleiterin in der Ganderkeseer Bürgerstiftung gegenüber der NWZ  am Mittwoch. Gerichtet sei das Angebot an Kinder, die ein deutliches Sprachdefizit hätten, so Fuchs. „Kinder aus neun Nationen sind dabei“, fügte RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens hinzu. Ausgewählt worden seien die jungen Camper nach der Dringlichkeit ihres sprachlichen Förderbedarfs, so Becker-Kückens weiter.

Gemeinsam mit Astrid Fuchs, Dörte Lohrenz, Schulleiterin der Grundschule Bookholzberg, und Martin Brinkmann, RUZ Hollen, ist sie für die Organisation der Sprachwoche zuständig. In ihrer Arbeit unterstützt werden die Organisatoren von pädagogischen Grundschulmitarbeitern sowie von ehemaligen Lehrkräften, Lehramtsstudenten und Bundesfreiwilligen. „Wir wollen aber in der Woche nicht mit Buch und Tafel unterrichten“, betonte Dörte Lohrenz, „vielmehr sollen die Kinder die deutsche Sprache als etwas ganz Natürliches erleben.“

Ins Leben gerufen wurde das Sprachcamp laut Astrid Fuchs durch die Bürgerstiftung. „Bereits vor einem Jahr wollten wir Kindern ermöglichen, auf ganz spielerische Art und Weise ihren Wortschatz zu erweitern und die deutsche Grammatik zu erlernen“, erklärte Fuchs. So habe sich das RUZ Hollen gemeinsam mit der Bürgerstiftung bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung in Hannover beworben und eine Projektfinanzierung in Höhe von 11 000 Euro erreicht.

„Für uns und die Kinder eine tolle Sache“, freute sich auch Klaus Fuchs, Vorstand der Bürgerstiftung, „damit können wir einen großen Integrationsschub in der Gemeinde bewirken.“