Friesoythe - Mit einer achttägigen Schüleraustauschfahrt zur polnischen Partnerschule in Jaszkotle bei Breslau begann für 17 Jungen und Mädchen aus den Klassen sieben bis zehn der Realschule Friesoythe das neue Schuljahr. Für die Hälfte war es schon der zweite oder dritte Gegenbesuch.

Nach zwölfstündiger Busfahrt lagen sich die deutschen und polnischen Austauschschüler, die sich zuletzt beim Besuch der Polen im Mai in Friesoythe gesehen hatten, in den Armen. Untergebracht wurden die Schüler in Gastfamilien. Begleitet und betreut wurden sie vom Lehrer Michael Podkrajac und seiner Ehefrau. Die Verständigung bereitete keine Schwierigkeiten, weil die polnischen Schüler Deutsch und Englisch in der Schule lernen und auch viele Eltern mehr oder weniger gut Deutsch sprachen. Zudem hatten viele Friesoyther im vergangenen Schuljahr im Nachmittagsprogramm in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft Polnisch gelernt. Die Gastfreundschaft war unbeschreiblich. An der Begrüßung nahm die gesamte Partnerschule teil. Lukas Olliges (Klasse 10a) wurde als Rekordhalter für seine vierte Teilnahme am Austausch geehrt.

Die Deutschlehrerinnen Marzena Schima-Jakubowska und Anna Olszewska hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Während einer Erkundungstour in Breslau lernten die Schüler die Dominsel und die Altstadt kennen und genossen die Aussicht vom 200 Meter hohen Skytower, Polens höchstem Wohngebäude. Ein anderer Ausflug führte ins Sudetengebirge, wo sich die Schüler durch ein Felsenlabyrinth zwängten. Im früheren Bad Reinerz besichtigten sie eine 400 Jahre alte ehemals deutsche Papierfabrik und stellten Büttenpapier her. Zusammen mit den Gasteltern wurde der Aquapark in Breslau besucht. An mehreren Tagen nahmen die Friesoyther auch am Unterricht teil. Am letzten Tag wurde ein Polnischtest geschrieben. Partnerschule und Eltern organisierten am Ende eine große Abschiedsparty.

Nach der Verabschiedung, bei der Tränen flossen, verbrachten die Friesoyther einen erlebnisreichen Tag in Breslau. Mit vielen neuen Eindrücken ging es dann wieder Richtung Heimat. Ein Dank für die Unterstützung geht an die Stadt Friesoythe und das Deutsch-Polnische-Jugendwerk.