Wildeshausen - Im Rahmen des europäischen Projektes „Erasmus +“ werden im Januar drei Schülerinnen des 9. Jahrgangs des Gymnasiums Wildeshausen nach Las Palmas/Gran Canaria reisen, um dort drei Monate die Partnerschule IES Pérez Galdós zu besuchen.
Finja Geerken (14), Charlotte Wachtel (14) und Lisa Sonntag (15) freuen sich sehr auf diese Erfahrung und seien auch schon ein bisschen aufgeregt, teilte Finja mit. Mit ihren Gastfamilien sind die Schülerinnen bereits in Kontakt und tauschen erste Informationen über Familie und Hobbies aus. Ihre spanischen Gastgeschwister werden sie jedoch nur kurz kennen lernen, da die jeweiligen Austauschpartner selbst „Erasmus+“-Stipendiaten sind und zeitgleich in den Familien von Finja, Charlotte und Lisa leben und den Unterricht des Gymnasiums in Wildeshausen besuchen werden, so ist die „long-term-mobility“ der Europäischen Kommission ausgelegt.
Den drei Schülerinnen bietet sich so die Gelegenheit, ihre spanischen Sprachkenntnisse zu erweitern und in den Lebensalltag einer kanarischen Familie einzutauchen. Der Schulbesuch ist dabei von besonderer Bedeutung: Die drei Gymnasiastinnen müssen vor Ort alle Klassenarbeiten mitschreiben und werden in allen Fächern, die sie auch in Deutschland belegt haben, bewertet.
Betreut wird das Projekt von den Spanischlehrerinnen des Gymnasiums Ina Franz und Irene Lückert, die jetzt schon bedauern, dass die Finanzierung des Projektes zum Schuljahresende 2016 ausläuft. „’Erasmus+’-Projekte sind im Regelfall zweijährig, so Franz. „Danach müsste man es neu beantragen. Die Wahrscheinlichkeit, erneut einen Zuschlag zu bekommen, ist eher gering“, sagte die Lehrerin.
Die deutschen Stipendiatinnen heben am 9. Januar kommenden Jahres in Richtung Las Palmas ab. Ihre Lehrerinnen kehren eine Woche später zurück nach Wildeshausen. Mit dabei sein werden dann die drei spanischen Stipendiaten sowie ihre betreuenden Lehrkräfte aus Las Palmas.
