Ahlhorn - Die Rückkehr des Wolfes in unsere Region beschäftigt Landwirte, Jäger und Spaziergänger. Kein Wunder, dass der große Vierbeiner auch bei der Ferienpassaktion des Waldpädagogikzentrums in Ahlhorn am Dienstag eine große Rolle spielte.

Auch wenn die Kinder im Wald wohl keinen Wolf gesehen haben – beim Fangen-Spiel auf einer Wiese konnten sie gut nachempfinden, wie ein Wolfsrudel auf die Jagd geht. Nur ein Kind teilte Förster und Waldpädagoge Klaus Benthe zunächst als Wolf ein, die anderen 15 Jungen und Mädchen stellten eine Schafsherde dar. Dabei verwandelte sich jedes gefangene Kind in einen Wolf, das Rudel wuchs, wurde immer erfolgreicher bei der Jagd und die Schafsherde schrumpfte.

Doch bevor auf der Wiese getobt werden durfte, ging es mit Benthe, Malte Campsheide, der im Waldpädagogikzentrum sein Freiwilliges Ökologisches Jahr ableistet, und Gemeindejugendpflegerin Gisela Raabe erstmal in den Wald. Dort wurden Blätter gesammelt, die später getrocknet und gepresst werden sollen.

„Ich finde schön, dass diese Angebote ohne Handy und Computer echt nachgefragt sind“, sagte Raabe, die die Ferienpassaktion als Beobachterin verfolgte. „Allerdings machen hier meistens die Kinder mit, die sich schon ziemlich gut auskennen“, hat die Gemeindejugendpflegerin beobachtet.

Und so war es für die Kinder dann auch kein Problem, die präparierten Füße von Wildtieren zuzuordnen, die Benthe ihnen mitgebracht hatte. Hirsch, Fasan und Wildschwein waren schnell erkannt, lediglich der Dachs war nicht ganz so einfach zu identifizieren.

Wo sich Vegetarier schaudernd abgewendet hätten, gingen die kleinen Ferienpass-Teilnehmer ganz unbekümmert an die Sache heran und fertigten begeistert Abdrücke von den Tierfüßen in Ton an, um sie als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.