Garrel - Zwei Delfine springen aus dem azurblauen Wasser. Für Pauline Hübner die Erinnerung an den Urlaub in Kroatien. „Die haben wird da in echt gesehen“, schildert die Sechsjährige. Da war die Wahl des Schulranzens nicht schwer. Dass der nicht rosa oder pink ist, kein Problem: „Mag ich gar nicht mehr so gerne“, sagt die Garrelerin.
An diesem Sonnabend wird Pauline Hübner in der Garreler Grundschule eingeschult – zusammen mit 109 anderen Mädchen und Jungen. Welche Klasse sie besucht und welche Klassenlehrerin sie bekommt, hat Mutter Nicole schon beim Elternabend erfahren. „Frau Klinker, Klasse 1a.“
„Still sitzen“ müsse man in der Schule, hat Bruder Max schon verraten. Der nämlich geht jetzt schon in die dritte Klasse. Auf die Schule freut sie sich schon sehr – auch wenn der Kindergarten St. Peter und Paul mit dem Neubau auch seinen Reiz hatte. Die neuen Räume konnte sie noch während der Betreuung, die sie eine Woche lang besuchte, erkunden.
Die Klasse 1a werden auch ihre beiden Freundinnen Amelie und Louisa besuchen. Natürlich hofft sie, neben ihnen sitzen zu können. Aufs Malen und Basteln freut sie sich schon sehr, und auch schreiben könne sie schon ganz gut. „Meinen Namen und auch den meiner Freundin Lotti“, sagt Pauline ganz stolz. „Meinen auch“, ergänzt Bruders Max. Sport und Mathe? Die Begeisterung dafür hält sich noch in Grenzen bei der Sechsjährigen, die im Dezember ihren siebten Geburtstag feiert.
In die Schulbücher, die fein geordnet in ihrem neuen Schulranzen liegen, habe sie noch nicht hineingeguckt. Herausgefunden hat sie aber etwas anderes: „Ganz schön schwer“, sagt sie, als sie ihren voll gepackten Tornister auf den Rücken hievt. „Fu und Fara“-Heft, Mathe-Trainingsheft, Schnellhefter in verschiedenen Farben. Der Tuschkasten fehlt noch.
Die Grundschule Garrel kennt sie schon. Mit dem „Schuki-Club“ des Kindergartens, den die künftigen Schulkinder besuchen, war sie bereits zweimal in der Grundschule – einmal sogar in der Klasse ihrer ehemaligen Kindergarten-Freundinnen. Auch den Weg zur Schule ist sie schon häufiger mit dem Fahrrad gefahren. Der sei bis auf einmal Abbiegen der gleiche wie der zum Kindergarten. Mit Bruder Max könnte sie künftig gemeinsam fahren. „Ob das klappt?“, fragt Mutter Nicole allerdings ein wenig skeptisch.
Der große Tag beginnt für die Sechsjährige, die gerne reitet und Handball spielt, um 9 Uhr in der Kirche mit einem Gottesdienst. Im Anschluss geht es in die Grundschule, wo die Viertklässler die i-Dötzchen mit einem Theaterstück begrüßen werden. Danach geht es in die Klassen.
Irgendwann wird sie endlich ihre Schultüte auspacken dürfen – farblich genau abgestimmt auf ihren Schulranzen, inklusive der zwei Delfine.
