Frankfurt - Einen guten Chef zeichnet aus Sicht vieler Mitarbeiter aus, dass er ihre Leistungen sieht und ihre Selbstständigkeit fördert. Das legt eine Studie von der Berufundfamilie Service GmbH und dem Institut für Beschäftigung und Employability IBE der Hochschule Ludwigshafen nahe. Ausgewertet wurden Daten von 1129 Beschäftigten.

Der wichtigste Lebensbereich ist für viele der Bereich Partnerschaft und Familie: Ihn bewerten 85 Prozent als „sehr wichtig“. Ähnlich viele nennen hierbei die eigenen Kinder (82 Prozent). Freunde kommen auf 56 Prozent, erst dahinter folgt die Arbeit mit 47 Prozent.

Die Forscher ordneten die Befragten anhand ihrer Lebensentwürfe in drei Gruppen ein: Die Beschäftigten der ersten bezeichnen sich als bodenständig und wollen sich beruflich entwickeln, aber auch genug Zeit für die Familie haben. Rund zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) zählen dazu.

Zweitens gibt es jene, die einen klaren Fokus auf die Selbstverwirklichung im Beruf haben (22,3 Prozent). Und drittens jene, die sich hauptsächlich im Privatleben verwirklich wollen (9,7 Prozent).

Die Forscher gehen davon aus, dass die Befragten je nach Cluster ihre Prioritäten unterschiedlich setzen und von Betrieben jeweils etwas anderes fordern: So erwarten Mitarbeiter der ersten Gruppe etwa flexible Arbeitszeiten und -orte als Angebot, um Familie und Beruf abzustimmen