Lemwerder - Die Zeiten, in denen in dicken Wörterbüchern nach englischen, französischen und lateinischen Vokabeln oder Fremdwörtern gesucht werden musste, sind am Gymnasium Lemwerder nun endgültig vorbei. Und auch das Handwerkliche wird an der Schule dank der stattlichen Zuwendung der Hans-Schaedla-Stiftung demnächst noch besser gefördert.

3895 Euro für einen Klassensatz elektronischer Wörterbücher und 3000 Euro für eine mobile Werkbankausstattung hat die Stiftung des früheren Abeking & Rasmussen-Chefs der Schule auf Antrag bewilligt – eine gewaltige Stärkung des Unterrichts, freuen sich Schulleiter Arne Warnken und seine Kollegen riesig über diese Spende.

Nachdem der Förderverein vor kurzem beim Theaterabend bereits 30 elektronische Wörterbücher überreicht hatte, verfügt die Schule nun über zwei Klassensätze solcher Geräte.

Auch wenn der Schulträger das Gymnasium mit seinem Etat schon recht gut ausstatte – so etwas wäre niemals drin gewesen, nutzte Arne Warnken die Gelegenheit, Hans-Joachim Beckmann als einem von drei Kuratoriumsmitgliedern herzlich im Namen der Schule seinen Dank auszusprechen.

Kommen die Wörterbücher vorwiegend im normalen Unterricht in allen Jahrgängen zum Einsatz, ist das Werkzeug für den nachmittäglichen Ganztagsunterricht im Gymnasium gedacht.

Abseits von Bewertungen und Noten beschäftigen sich die Gymnasiasten dabei derzeit mit dem Thema „Wasser“. Dazu gehören selbstverständlich auch Boote und ganz neu die Kooperation mit der Abeking & Rasmussen Werft, erklärte Lehrerin Melanie Mothahn, die zusammen mit Neele Schneider dieses Projekt leitet. „In Ermangelung eines Werkraumes war es bisher schwierig, wenn es handwerklich zur Sache gehen sollte“, freute sich die Pädagogin nun über die mobile Werkbankausstattung von der Klebepistole bis zur Laubsäge, durch die künftig jeder Klassenraum zum Werkraum werden kann.

„Sinn der Stiftung ist es, die Bildung im weitesten Sinne zu fördern. Dadurch, dass die gesamte Verwaltung dieser Stiftung in einem Haus stattfindet, bleibt mehr übrig“, erklärte Hans-Joachim Beckmann, der mit Blick auf den Nachwuchs die so wachsende Symbiose zwischen Gymnasium und Werft begrüßte. Förderanträge an die Hans-Schaedla-Stiftung stellen könne übrigens jeder im Ort. Allerdings müssen die Projekte für eine Bewilligung ausreichend belegt werden, hieß es.