Kampe - Im Rahmen des Verkehrsunterrichtes wurde an der Grundschule Kampe ein Verkehrssicherheitstraining durchgeführt. Die Kinder sollten üben, die Kamper Kanalbrücke sicher zu überqueren. Auf der Brücke fehlt ein Fußgänger- und Fahrradweg. In Begleitung der Lehrer, einiger Mütter sowie unter Anleitung des Polizeibeamten Gerd Binder, der für die Verkehrssicherheitsarbeit und Kriminalprävention in den Friesoyther Schulen und Kindergärten zuständig ist, wurde das verkehrsgerechte Verhalten beim Überqueren der Bücke geübt.
Dabei trugen die Kinder die vom ADAC erhaltenen leuchtenden Warnwesten, um möglichst gut und frühzeitig von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.
Binder erklärte den Schülern auch, wie wichtig es sei, die Signale der Ampelanlage bei der Überquerung der Bundesstraße 401 zu beachten, bevor man aus nördlicher Richtung auf die Brücke kommt. Die Brücke dürfe nur unter Nutzung der schmalen aber erhöhten Seitenstreifen überquert werden. Wichtig seien auch Ruhe und Umsicht sowie eine genaue Beobachtung der Verkehrssituation beim Überqueren der Bundesstraße sowie der Brücke. Hektik und Eile dürfe es nicht geben. Sie verleiteten zu Fehlern, so dass sehr schnell ein Auto übersehen werden könne.
Trotz starken Verkehrsaufkommens während des Übens klappte unter Anleitung des Polizeibeamten alles perfekt.
Keine Reaktion
Nach dem Verkehrssicherheitstraining betonten die Mütter Henriette Sobing und Tanja Stolper-Schmiemann gegenüber, dass sie für die Bücke eine einspurige Befahrung wünschen mit einer Versetzung der Ampel vor die Südseite der Brücke. Zudem wünschen sie einen breiten, erhöhten Bürgersteig auf der Brücke, so dass diese sicher von den Kindern überquert werden könne. Unisono betonten beide, dass das nicht nur für den Schulweg gelte. „Auch wenn die Kinder Freizeitangebote im Ort wie Sportvereine und Schützenvereine wahrnehmen wollen und sie die Brücke überqueren müssen, macht man sich als Mutter große Sorgen“, so Sobing. Aber auch Erwachsene und insbesondere ältere Personen seien gefährdet.
Mit den zuständigen Behörden sei die Problematik einer sicheren Überquerung der Brücke schon vor rund einem Jahr besprochen worden, aber seit her habe sich nichts getan, beklagten die Mütter.
Maßnahmen ergreifen
Sie bitten die Behörden aktiv zu werden und Maßnahmen für einen sicheren Verkehrsweg über die Brücke zu ergreifen. „Wir möchten mehr Verkehrssicherheit für unsere Kinder“ erklären beide.
