Kurz hatte Bergedorfs Schützenkönig Heino Wohlers noch überlegt, sein Königshaus in Uniform antreten zu lassen. Angesichts des strahlenden Sonnenscheins und der zu erwartenden Kraftanstrengung ließ die Majestät davon dann aber doch ab: In „Zivil“ ging es für den König und Königin Petra Oetken-Brinkmann sowie die jeweiligen Adjutanten Uta Walkenhorst, Claudia Wohlers, Ralf Meyer und Michael Orf zur Fahrradtour der besonderen Art. Alle auf einem Gefährt hieß es da – auch wenn das schwarz war und nicht rot: Das georderte Ganterrad war defekt. Timo Vetter konnte aber umgehend Ersatz besorgen. Lenken durfte der König allerdings nicht: Das Steuer ließ sich Vereinschef Detlef Kupner nicht aus der Hand nehmen. Monarchen haben es eben schwer in Bergedorf. Das musste im Mittelalter schon der eben dort gemeuchelte Graf Christian von Oldenburg erfahren. Los ging die Tour auf dem siebensitzigen Rad bei Heino Wohlers. Die zwischenzeitliche Idee, alle zehn anderen Könige des Ganderkeseer Schützenbundes anzufahren, und sich dort zu stärken, wurde allerdings doch verworfen: Andernfalls wäre das abendliche Abschlussgrillen mit Anhang beim König wohl akut gefährdet gewesen.
Ein außergewöhnliches Gefährt fand sich am Dienstagvormittag auch auf dem Parkplatz der Grundschule Lange Straße: Dort erlebte die Lehrerin Elfriede „Elo“ Achtermann ihren letzten Schultag. Die Klassenlehrerin der 4c war nicht irgendeine Lehrerin, sie war offensichtlich „die beste Lehrerin der Welt“. Das fanden jedenfalls ihre Schülerinnen und Schüler, die das Auto der Lehrerin mit Blumen, Papierschlangen und einem großen Plakat schmückten und somit zu einem ganz besonderen Abschiedsgeschenk machten. Elo Achtermann war über 40 Jahre an der Grundschule tätig.
Nicht ganz so lange gibt es den ASG. Da der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee aber immerhin 20 Jahre besteht, wurde dieses Ereignis groß in der Mensa gefeiert. Neben Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas und der stellvertretenden Landrätin Christel Zießler, die Grußworte sprachen, gehörten auch der niedersächsische FDP-Fraktionschef Christian Dürr sowie Vertreter der lokalen Parteien und Vereine zu den Gästen. Dass diese dem Festvortrag von Erwin Drefs, Geschäftsführer der Lebenshilfe Delmenhorst, überhaupt lauschen konnten, hatten sie Rainer Heinken zu verdanken. Der Fachdienstleiter Soziale Hilfen sprang dem Gastredner bei, der seine Brille im Auto vergessen hatte. „Und ohne die sind die Buchstaben sehr klein“. Die guten Ratschläge aus dem Auditorium, sich doch eine Brille zu leihen, setzte Heinken umgehend in die Tat um. Und siehe da: Trotz aller Skepsis, ob denn die Dioptrin-Zahl wohl passen würde, sah Drefs die Buchstaben wieder groß und deutlich vor sich.
Leserlich haben hoffentlich auch alle Gäste der ASG beim Verlassen in das neue Gästebuch geschrieben. Das hatte sich dessen Vorsitzende Doris Josquin von der Gemeinde gewünscht. Der Grund: Bei der Vorbereitung des Festaktes – an dem mit Heinrich Sander der erste Vorsitzende krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte – fehlten schriftliche Unterlagen aus der Gründungszeit des Dachverbandes. So konnte sich die Vorsitzende auch nicht sicher sein, alle Gründungsmitglieder erreicht zu haben. Das soll künftig anders sein: Zumindest die Namen der Gäste der Geburtstagsfeier liegen nun schriftlich vor.
In Schriftform hat auch Ursula Sachse eines ihrer Geschenke zum 70. Geburtstag bekommen. Und das auch noch von einer Ministerin. Astrid Grotelüschen, Chefin des Agrarressorts in Hannover, hatte ihrer Parteifreundin einen Gutschein überreicht – hübsch verziert mit dem Niedersachsenross. Da sich unter den Geschenken der anderen Gäste auch reichlich Grün befand, nutzte Sachse die an den Tischen versammelte Fachkompetenz: Hans-Hermann Klaas, Ehemann von Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas und seines Zeichens Gärtnermeister, könne ihr ja beim Pflanzen helfen, meinte die Jubilarin nicht ganz ernst gemeint.
