MOORSEE - So, jetzt krempeln wir uns zuerst mal alle die Ärmel hoch, sagt Margarete Gronau. Zusammen mit Traute Luga zeigt sie den Drittklässlern der Grundschule Friedrich-August-Hütte, wie das Korn zum Brot wird.
Lehrerin Edelgard Döge ist mit 20 Kindern in das lebendige Museum gekommen. Anlass war der Museumstag, organisiert vom Landkreis und vom Verbund der Museen in der Wesermarsch. Vier Tage lang besuchten Schulklassen aus unterschiedlichen Schulen die sechs Museen des Verbundes. Eines davon ist die Moorseer Mühle.
In der Mühle liegt ein süßlicher Duft in der Luft wie in einer Bäckerei. Zuerst können sich die Jungen und Mädchen in der Schaubäckerei ansehen, wie Teig geknetet, geteilt und geformt wird. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Traute Luga und Margarete Gronau präsentieren das alte Handwerk.
Dann dürfen die Schüler selbst zum Teig greifen, nachdem sie sich die Ärmel hochgekrempelt haben. Zuerst formen die Kinder eine Maus aus Teig mit Rosinen als Augen und Mandelsplittern als Barthaare. Jeder darf drei Teigstücke gestalten, die im Backofen landen und ihren süßen Duft verbreiten.
Anschließend dürfen die Drittklässler auch noch selbst Mehl mahlen. Dafür kommt der Weizen in die Handmühle, an der die Kinder kräftig drehen. Jedes Mehl ist zuerst Vollkornmehl, erklärt Margarete Gronau und vergisst nicht zu erwähnen, dass dieses Mehl gesünder ist. Schließlich zeigt sie den Kindern die Siebe, mit denen das Vollkornmehl immer feiner gemacht wird.
