Altenoythe - Die Stundentafel im künstlerisch-musischen Bereich ist auch an der Oberschule in Altenoythe in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren worden. Die schulischen Möglichkeiten in dem Bereich seien „stark eingeschränkt“, sagt Rasmus Braun, Schulleiter der Heinrich-von-Oytha-Schule. Umso mehr freut es den Rektor, dass die Kreismusikschule ein Musikprojekt am Nachmittag in der Schule anbietet. Braun: „Kein Wahlpflichtkursus ist bei uns bislang so stark angenommen worden.“

Jetzt übergab Joachim Stuke, Leiter der Privatkundenabteilung der LzO Friesoythe, und der Leiter der LzO-Filiale Altenoythe, Frank Schade, eine Spende über 2500 Euro an den Förderverein der Schule. Dessen Vorsitzender Eduard Menke nahm den symbolischen Scheck in Empfang. Der Förderverein der Heinrich-von-Oytha-Schule hatte das Geld für die Musikförderung beantragt. Angeschafft werden sollen damit jetzt vor allem neue Keyboards, sagten Braun und Musiklehrer Norbert Rehring.

Letzterer bezeichnete das Projekt „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“, durch das Jugendliche aller Jahrgangsstufen am kulturellen Leben teilhaben können, als „sehr sinnvoll“. Zwei Musiklehrer der Kreismusikschule unterrichten die Schüler an einem Tag in der Woche in dem Wahlpflichtkursus am Keyboard (15 Schüler) oder an der Gitarre (30). Schulsozialarbeiterin Anja Faske ist ebenfalls in dem Projekt aktiv. „Die Schüler bekommen Selbstvertrauen“, sagt Musiklehrer Norbert Rehring. Häufig klappe es auch im übrigen Unterricht besser. Anja Vaske ergänzt aus ihren Erfahrungen: Ein Schüler mit auffälligem Sozialverhalten gehe im Musikunterricht förmlich auf.

Besonderer Anreiz für die Schüler: Wenn sie am Ball bleiben, können sie möglicherweise in der Schulband mitspielen. Schulleiter Rasmus Braun möchte an der Schule gerne ein musisches Profil ausbilden. „Es ist uns ein Anliegen, das Angebot auszubauen.“

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)