Friesoythe - „Wir arbeiten ständig an unserer Qualität“, sagt Hermann Meemken, Schulleiter der Realschule Friesoythe. Schließlich wolle man als eine der größten Realschulen Niedersachsens „immer vorne mitschwimmen“. Daher werde sehr viel Wert auf eine stetige Entwicklung der Bildungseinrichtung mit ihren 820 Schülern gelegt.
Dazu gehört auch die Bildung von Schwerpunktprofilen. Seit Beginn des Schuljahres können die Schüler der Klassen neun und zehn aus den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie eine zweite Fremdsprache auswählen. Hinzu kommen diverse Wahlpflichtkurse. Diese Schwerpunkte werden dann vier Stunden in der Woche unterrichtet. „Es können auch Schwerpunkte und Wahlpflichtkurse kombiniert werden“, sagt Konrektor Rolf Schliephake. Das biete den Schülern größere Chancen, ihre Interessen zu entfalten.
Im kommenden Jahr wird das Angebot an der Schule noch erweitert – und zwar im musischen Bereich. Für die Klassen fünf und sechs werden Profilklassen eingerichtet, zum einen Chorklassen, zum anderen Bläserklassen. Die Schüler können in der nächsten Woche wählen, ob überhaupt und wenn ja, in welche Profilklasse sie gehen möchten. Meemken sieht in den Profilklassen viele Vorteile: „Das gemeinsame Singen und Musizieren fördert soziale Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit. Zudem fördert es die Lern- und Konzentrationsfähigkeit und ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.“
Die Einrichtung der Profilklassen, vor allem durch den Kauf von Instrumenten, kostet Geld. 20 000 bis 30 000 Euro pro Klasse, schätzt die Schulleitung. Ein Teil wird vom Schulträger übernommen, ein Teil vom Förderverein und ein Teil soll durch die Schüler und Eltern aufgebracht werden. So ist als erste Aktion ein Sponsorenlauf geplant (siehe Infokasten).
