Waddens - Wie jedes Dorf hatte in früherer Zeiten auch Waddens eine eigene Schule. Sie schloss 1968 für immer ihre Pforten. Für etliche der damaligen Schüler der Volksschule Waddens gab es jetzt erstmalig ein Wiedersehen.

Den Anlass bildete ein von Herma Carstens, geborene Lübben, organisiertes erstes Ehemaligen-Treffen, nachdem in den vergangenen Jahren bereits Jahrgangs-Treffen stattgefunden hatten. Rund 120 Frauen und Männer folgten der Einladungen, um sich gemeinsam an frühere Zeiten zu erinnern.

In einem plattdeutschen Gottesdienst in der St.-Marcellinus- und Petrus-Kirche direkt neben der früheren Waddenser Schule betonte Pastor Hartmut Blankemeyer die Bedeutung der früheren Dorfschulen. Sie seien nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort gewesen. Die unmittelbar Nachbarschaft von Kirche und Schule habe auch damit zu tun, dass die Pastoren und Küster häufig auch als Lehrer tätig waren und in dem Schulgebäude wohnten.

Nach dem Gottesdienst kamen die Ehemaligen in der Waddenser Gaststätte De Butjenter zusammen, um in Klönrunden in ihren Erinnerungen zu kramen. Immerhin drückten 1946 über 160 Mädchen und Jungen die Schulbank in Waddens, darunter 80 Flüchtlingskinder. Unterrichtet wurde in zwei Schichten morgens und nachmittags.

Zur Erinnerung auch an das jetzige Treffen konnten die Teilnehmer eine Chronik über die Waddenser Schule erwerben. Sie diente nach ihrer Schließung einige Jahre als Seniorenheim. Heute sind dort Ferienwohnungen.