Augustfehn - 50 Jahre nach ihrer Schulentlassung trafen sich jetzt mehr als ein Dutzend Schülerinnen und Schüler (von damals 27 Kameraden) wieder. Von 1958 bis zur Mittleren Reife im Jahr 1964 waren sie gemeinsam zur Schule gegangen. Das erste Treffen fand vor 30 Jahren, das zweite vergangenes Jahr statt.
„Eigentlich wollten wir 2012 zur Goldenen Konfirmation ein Klassentreffen ansetzen, das hat aber aus organisatorischen Gründen nicht geklappt“, erzählt Jürgen Ruth aus Augustfehn, der jetzt zum Wiedersehen geladen hatte. Treffpunkt war der „Fehnhof“ im ostfriesischen Südgeorgsfehn. Von dort ging es mit einem Kleinbus nach Tange zum „Bauernhof-Café“ Oltmanns. Es folgten eine Rundfahrt durchs benachbarte Barßel und eine Besichtigung der Nordloher Firma Grimm, Inhaber ist der frühere Klassenkamerad Ernst Grimm. Nach einem Besuch der ehemaligen Schulstätte ging es zurück in den „Fehnhof“ zum Abendessen.
Die meisten wohnen noch im Umkreis; die weiteste Anreise hatten Mitschüler aus München und Göttingen. „Wir hatten schon damals eine gute Gemeinschaft“, erzählt Helga Zenner, die das Treffen im vergangenen Jahr organisiert hatte. Bei der Zusammenkunft 2013 habe gleich wieder eine große Vertrautheit geherrscht. So wie dieses Mal.
Die Mittelschule Augustfehn an der Mühlenstraße, jetzt Bürgerschule und Janosch-Grundschule, hatte damals ein weites Einzugsgebiet. Aus Bad Zwischenahn, ja sogar aus Nortmoor kamen die Kinder mit dem Fahrrad oder mit der Bahn zum Unterricht.
Die Schülerinnen und Schüler von einst schwelgten bei ihrem Wiedersehen lange in Erinnerungen. „Wir hatten auch Kochunterricht, und die Gerichte sind heute noch aktuell“, berichtete Helga Zenner. Jeden Montag habe es zum Wochenauftakt eine Andacht gegeben, wechselnd gestaltet von den Klassen. Auch an die kulturellen Veranstaltungen, wie Theater- oder Schulchor-Aufführungen, erinnerten sich die Ehemaligen. „Wir haben eine breitgefächerte und gute Allgemeinbildung genossen. Alle sind beruflich erfolgreich“, lobte Jürgen Ruth die Arbeit der Lehrer.
