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Schule Nach dem Abi-Stress ist Chillen angesagt

Jens Milde

Nordenham - Sie sind beide 18 Jahre alt, und die Welt steht ihnen offen: Darius Block und Stefanie Walter. Seit einigen Wochen haben sie ihr Abitur in der Tasche. Das Besondere ist ihre Abi-Note: Da steht eine Eins sowohl vor als auch hinter dem Komma. Darius Block und Stefanie Walter haben in diesem Jahr das beste Abitur unter allen Schülern des Abschlussjahrgangs am Nordenhamer Gymnasium gemacht.

Wie schafft man eine solche Note im Abitur? Die beiden jungen Leute zucken mit den Schultern. Das Ergebnis habe sie ziemlich überrascht. „Ich dachte, die haben sich verrechnet“, erinnert sich Stefanie Walter. „Damit hatte ich nie im Leben gerechnet“, erzählt Darius Block.

Beide sind stolz auf das Erreichte und zugleich bescheiden. Sie haben vor allem in der Endphase der Abiturprüfungen viel gelernt. Darius Block hatte die Leistungsfächer Mathematik, Physik und Englisch. „Für Naturwissenschaften habe ich mich eigentlich schon immer interessiert“, sagt er. In den letzten Wochen vor den Prüfungen habe er vier bis fünf Stunden täglich gelernt. „Wichtig ist, dass man mit einem guten Gefühl in die Prüfungen geht. Wenn man gut vorbereitet ist, dann ist der Druck weg. Dann kann man das entspannt angehen.“

Darius Block hat viel mit einem Freund zusammengelernt, mit dem er viele gemeinsame Kurse belegt hat. „Das war sehr motivierend“, sagt er. Und ähnlich war es bei Stefanie Walter, die in der Endphase ein tägliches Lernpensum von fünf bis sechs Stunden absolviert hat. „Natürlich hat man auch Durststrecken und Motivationstiefs. In solchen Phasen waren die Freunde und die Familie immer ein großer Rückhalt.“

Vielleicht Forschung

Stefanie Walter hatte die Leistungsfächer Deutsch, Englisch und Geschichte. Nun will sie studieren – entweder Medizin oder Psychologie. „Mal sehen, wo ich eine Zusage bekommen.“ Wo die Reise langfristig hingeht, kann sie noch nicht sagen. „Ich kann mir vorstellen, eine eigene Arztpraxis zu führen. Auch die neurologische Forschung würde mich interessieren.“ Auch Darius Block kann sich vorstellen, Arzt zu werden. Er hat sich auf ein Wirtschaftsingenieurstudium in Magdeburg und auf ein Medizinstudium in Lübeck beworben. „Ein Job in der Forschung könnte mich auch interessieren“, sagt der 18-Jährige.

Beide Abiturienten betonen, wie wichtig es ist, neben der Schule einen Ausgleich zu haben. Darius Block spielt Handball bei der Spielgemeinschaft Blexer TB/SV Nordenham, wofür er mit seinem Gardemaß von 2,05 Meter prädestiniert ist. Stefanie Walter spielt gerne Gitarre und hört Musik. Dazu hat sie im Augenblick viel Zeit. Es sind Ferien. „Ich lebe in den Tag hinein, treffe mich mit Freunden und besuche Festivals“, sagt die 18-Jährige. Auch Darius Block lässt es in diesen Tagen ruhiger angehen. „Ich schlafe lange und treffe mich mit Freunden“, sagt er.

Stefanie Walter fand die Schulzeit im Großen und Ganzen „ziemlich cool“. Ein dickes Lob stellt sie den Lehrern am Gymnasium aus. Darius Block schließt sich an: „Irgendwann merkt man, dass die Lehrer nur das Beste für einen wollen.“ Kein Wunder, dass nach zwölf Jahren Schulzeit nun auch ein bisschen Wehmut im Spiel ist. Der Abschied von den Freunden fällt schwer. „Wir sind zum Schluss richtig zusammengewachsen“, sagt Stefanie Walter.

In Kontakt bleiben

Beide Abiturienten wollen mit ihren engsten Freunden natürlich in Kontakt bleiben, obwohl sich viele gemeinsam beschrittene Wege trennen werden. Die Neugier und die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt überwiegen. „Es ist schön rauszukommen und die große weite Welt zu sehen“, sagt Stefanie Walter. Darius Block sagt: „Ich werde Nordenham bestimmt vermissen. Aber ich freue mich auch darauf, ein eigenständiges Leben zu führen.“

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