Rastede - Gut drei Millionen Euro will die Gemeinde Rastede in 2016 und 2017 investieren, um die Grundschule Kleibrok zu erweitern. Wie berichtet, hatte dies der Schulausschuss am Montagabend einmütig empfohlen. Benjamin Ellwanger (Planungsbüro Vielitz) stellte in der Sitzung den Planungsentwurf vor.

„Wir wollen einen völlig neuen Eingangsbereich schaffen“, sagte der Planer. Dieser Eingang soll in eine zu errichtende Mensa führen, die Teil eines rund 1400 Quadratmeter großen neuen Gebäudetraktes sein soll. Gebaut werden soll dieser Trakt im Bereich des jetzigen Schulhofes hinter der Turnhalle.

Fachbereichsleiterin Sabine Meyer erläuterte, dass steigende Schülerzahlen aus der Sicht der Verwaltung eine Erweiterung der Schule nötig machten. Aufgrund geplanter Wohnbebauung im Einzugsbereich der Schule, der ungebrochen hohen Nachfrage nach einer Ganztagsbeschulung und gegebenenfalls weiterer Flüchtlingskinder empfahl die Verwaltung, die Schule dreizügig auszubauen. Bis zu 360 Schüler könnten dann unterricht werden. Derzeit sind es bis zu 240.

Die Ganztagsplätze in Kleibrok würden bereits aus anderen Schuleinzugsbereichen nachgefragt. Diese Kinder könnten jedoch für das Schuljahr 2016/2017 voraussichtlich nicht alle berücksichtigt werden, sagte Sabine Meyer.

Auch an der Grundschule Leuchtenburg sei die Nachfrage nach Ganztagsplätzen so groß, dass erstmals Ablehnungen erfolgen müssten. „Wir haben viele Kinder auf der Warteliste“, berichtete die Fachbereichsleiterin.

Planer Ellwanger erläuterte, dass ein Teil des geplanten Neubaus in Kleibrok zweigeschossig errichtet soll. Vorgesehen sei deshalb auch der Einbau eines Fahrstuhls.

Geprüft hat das Planungsbüro auch, ob sich ein Kleinspielfeld, eine 50-Meter-Laufbahn und eine Sprunggrube auf dem jetzigen Schulgelände unterbringen ließen. Das Kleinspielfeld könnte dort entstehen, wo derzeit noch die Containerklassen stehen. Diese seien „abgängig“, so der Planer, und sollten abgerissen werden. Auf dem Schulhof hinter der jetzigen Pausenhalle sei Platz für Laufbahn und Sprunggrube.

Die Verwaltung befürwortet diese Lösung, weil der Sportplatz Kleibrok dann aufgegeben werden könnte. Angedacht ist dort eine Wohnbebauung, die Einnahmen sollen in die Refinanzierung der Sportanlage am Köttersweg fließen. Darauf hatte sich im September 2013 bereits der Bauausschuss verständigt. Ein Teil des Platzes ist schon jetzt abgesperrt, weil dort Wohncontainer für Flüchtlinge aufgebaut werden.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede