Oldenburg - Nach dem Aufstehen schaltet Bahattin Aslan als Erstes seinen Computer an. „Mit klopfendem Herzen“, gesteht der 36-Jährige. Auf der Internetseite des Landes Niedersachsen sucht er nach einer neuen Stellenausschreibung an einer Allgemeinbildenden Schule. Bisher verschickte der Lehramtsanwärter bereits 25 Bewerbungen an Schulen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Auf eine Zusage hoffte Aslan, den die NWZ -Leser und eine prominent besetzte Jury vor einem Jahr zum Oldenburger des Jahres wählten, bislang vergebens. Wenn sich bis Ende August nichts ergibt, droht dem engagierten Mann Hartz IV.

Der im Südosten der Türkei geborene Aslan kam im Alter von 17 Jahren als politisch Verfolgter nach Deutschland. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker holte der Kurde am Oldenburg-Kolleg sein Abitur nach. Schon damals und auch später während des Lehramtsstudiums zeigte sich sein umfangreiches soziales Engagement. Bei der städtischen Agentur Ehrensache half er beispielsweise als ehrenamtlicher Bildungspate anderen, im Schulsystem und darüber hinaus klarzukommen.

Derzeit muss er aber selbst mit seiner Lebenssituation klarkommen. Die Prüfung legte der Lehramtsanwärter zwar mit der Note 1,9 ab, für eine Einstellung als Haupt- oder Realschullehrer reichte es aber nicht. Mit den Fächern Politik, Geschichte, Erdkunde und Wirtschaft konnte er offenbar nicht punkten. „Derzeit werden in den Schulen andere Fächerkombinationen favorisiert“, sagt Aslan. Ähnlich erging es seinen Kommilitonen. Von 44 Lehramtsanwärtern hätten bisher erst 15 eine Stelle sicher.

Nach seinem Referendariat in Varel hatte sich Bahattin Aslan auf die neue Herausforderung gefreut. Große Hoffnung setzte er auf eine Zusage an einer Oldenburger Schule. „Schön wäre ein Schule, die von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund besucht wird. Da könnte ich meinen kulturellen Hintergrund gut einbringen“, schildert der ehemalige Vorsitzende des Stadtjugendrings seine Wunschvorstellung.

Wenn die Sommerferien zu Ende gehen, wird das Mitglied im städtischen Integrationsausschuss nach aktuellem Stand aber ohne Job dastehen. Die Absagen seien nur in den wenigsten Fällen begründet worden. Und nur in drei Fällen erhielt Aslan nach eigenen Angaben seine Bewerbungsunterlagen zurück. Dennoch bleibt der Oldenburger zuversichtlich. „Vielleicht habe ich noch eine Chance, wenn im August Vertretungslehrer eingestellt werden.“ Gedanken an eine drohende Arbeitslosigkeit will er erst gar nicht aufkommen lassen. Aslan: „Ich möchte mein erlerntes Wissen nun auch anwenden. Falls es an einer Allgemeinbildenden Schule nicht klappt, bewerbe ich mich im nächsten Schritt an einer Privatschule oder bei einem Bildungsträger.“

Oldenburg - Nach dem Aufstehen schaltet Bahattin Aslan als Erstes seinen Computer an. „Mit klopfendem Herzen“, gesteht der 36-Jährige. Auf der Internetseite des Landes Niedersachsen sucht er nach einer neuen Stellenausschreibung an einer Allgemeinbildenden Schule. Bisher verschickte der Lehramtsanwärter bereits 25 Bewerbungen an Schulen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Auf eine Zusage hoffte Aslan, den die NWZ -Leser und eine prominent besetzte Jury vor einem Jahr zum Oldenburger des Jahres wählten, bislang vergebens. Wenn sich bis Ende August nichts ergibt, droht dem engagierten Mann Hartz IV.

Der im Südosten der Türkei geborene Aslan kam im Alter von 17 Jahren als politisch Verfolgter nach Deutschland. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker holte der Kurde am Oldenburg-Kolleg sein Abitur nach. Schon damals und auch später während des Lehramtsstudiums zeigte sich sein umfangreiches soziales Engagement. Bei der städtischen Agentur Ehrensache half er beispielsweise als ehrenamtlicher Bildungspate anderen, im Schulsystem und darüber hinaus klarzukommen.

Derzeit muss er aber selbst mit seiner Lebenssituation klarkommen. Die Prüfung legte der Lehramtsanwärter zwar mit der Note 1,9 ab, für eine Einstellung als Haupt- oder Realschullehrer reichte es aber nicht. Mit den Fächern Politik, Geschichte, Erdkunde und Wirtschaft konnte er offenbar nicht punkten. „Derzeit werden in den Schulen andere Fächerkombinationen favorisiert“, sagt Aslan. Ähnlich erging es seinen Kommilitonen. Von 44 Lehramtsanwärtern hätten bisher erst 15 eine Stelle sicher.

Nach seinem Referendariat in Varel hatte sich Bahattin Aslan auf die neue Herausforderung gefreut. Große Hoffnung setzte er auf eine Zusage an einer Oldenburger Schule. „Schön wäre ein Schule, die von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund besucht wird. Da könnte ich meinen kulturellen Hintergrund gut einbringen“, schildert der ehemalige Vorsitzende des Stadtjugendrings seine Wunschvorstellung.

Wenn die Sommerferien zu Ende gehen, wird das Mitglied im städtischen Integrationsausschuss nach aktuellem Stand aber ohne Job dastehen. Die Absagen seien nur in den wenigsten Fällen begründet worden. Und nur in drei Fällen erhielt Aslan nach eigenen Angaben seine Bewerbungsunterlagen zurück. Dennoch bleibt der Oldenburger zuversichtlich. „Vielleicht habe ich noch eine Chance, wenn im August Vertretungslehrer eingestellt werden.“ Gedanken an eine drohende Arbeitslosigkeit will er erst gar nicht aufkommen lassen. Aslan: „Ich möchte mein erlerntes Wissen nun auch anwenden. Falls es an einer Allgemeinbildenden Schule nicht klappt, bewerbe ich mich im nächsten Schritt an einer Privatschule oder bei einem Bildungsträger.“

Ein Videoporträt zur Wahl „Oldenburger des Jahres 2012“