Rastede - In der Diskussion über gestrichene Klassenfahrten und andere freiwillige Leistungen an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede haben Eltern, Schüler und Lehrer offenbar Stillschweigen vereinbart.
„Wir haben vereinbart, dass zurzeit keine Dinge nach draußen dringen“, sagte Schulelternratsvorsitzende Petra Kickler am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ . Sie bestätigte lediglich, dass zurzeit Gespräche zwischen allen Beteiligten geführt werden. Zu den Inhalten und Zielen dieser Gespräche wollte sie sich indes nicht äußern. Auch zum Ausgang einer Sitzung des Vorstandes des Schulelternrates wollte sie keine Auskunft geben.
Derweil antwortete Schülersprecher Jan Lübs am Mittwoch auf eine Anfrage der NWZ und betonte, dass es für ihn am wichtigsten sei, „sich mit den anderen Beteiligten an der Schule an einen gemeinsamen Tisch zu setzen und sich über die veränderte Situation auszutauschen“. Dazu habe der Sitzstreik in der vergangenen Woche beigetragen, bei dem auch die Lehrer ihre Gesprächsbereitschaft deutlich gemacht hätten, sagte Lübs.
Am Freitag kommt nun der Schülerrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Darin soll es um das weitere Vorgehen bezüglich der Klassenfahrten gehen, kündigte der Schülersprecher an. Mitglied im Schülerrat sind alle Klassensprecher, der Vorstand der Schülervertretung und der Beratungslehrer.
Wie berichtet, hatte sich das Kollegium der KGS mehrheitlich dafür ausgesprochen, sämtliche freiwilligen Leistungen auszusetzen, falls die niedersächsische Landesregierung die wöchentliche Unterrichtszeit von Gymnasiallehrern um eine Stunde erhöht und eine zugesagte Altersermäßigung streicht. Unter diese freiwilligen Leistungen fallen zum Beispiel Klassenfahrten, Ausflüge und Feiern.
Die drastische Ankündigung der Lehrer hatte zu heftigen Diskussionen an der Schule und im Ort geführt. Die Eltern brachten kein Verständnis für den Beschluss des Kollegiums auf. Es handele sich um elementare Bestandteile des Schullebens, die nicht wegfallen dürften.
