Westerstede - Weil sie offenbar sich anbahnenden Reformen in der Schullandschaft entgegenwirken will, hat die Ammerländer CDU nach Worten ihres Parteivorsitzenden Jens Nacke, MdL, in einem „Schulpapier“ eigene Überlegungen zur regionalen Schulentwicklung angestellt. Während die rot-grüne Landesregierung IGS-Lösungen anstrebt, will Nackes CDU mehr auf das Oberschulmodell setzen, eine Weiterentwicklung der Haupt- und Realschulzweige.
„Die bisherige Schulstruktur hat sich bewährt, nach der die Grundschulen und alle weiterführenden Bildungseinrichtungen in der Trägerschaft der Gemeinden und eine zentrale Berufsschule mit Angeboten für das gesamte Ammerland in der Trägerschaft des Landkreises sind. Bei Veränderungen in der Schullandschaft, denen wir uns gegebenenfalls nicht verschließen, sind aber eine Reihe wichtiger Aspekte zu berücksichtigen“, erklärte der Landtagsabgeordnete.
Damit meint Nacke, die Oberschulen unverändert weiterzubetreiben, die erfolgreichen Berufsstarterklassen nicht anzutasten, gymnasiale Angebote in allen Gemeinden aufrechtzuerhalten und das berufliche Gymnasium in Rostrup auszubauen. Ferner rät Nacke Schülerinnen und Schülern, die Oldenburger Bildungsangebote nicht aus dem Auge zu verlieren.
Wichtig ist dem CDU-Parteichef aber noch etwas anderes. „Der entscheidende Erfolg einer Schule hängt von der Lehrerversorgung ab. Bei der bisherigen guten Abdeckung muss es bleiben.“
