NADORST/BERLIN - Aufmunternd nickte Bundesforschungsministerin Annette Schavan den Nadorster Grundschülern zu. Bühne frei hieß es dann für zehn Kinder aus den Klassen 4 a und 4 b. Sie durften vor der Ministerin und einem hochkarätigen Publikum am Dienstagabend in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG ihr Forschungsprojekt über den Oldenburger Wissenschaftler Johann Schütte vorstellen. Der ging als Erfinder der Stromlinie in die Geschichte ein. Wie berichtet, kann man alles, was die Kinder in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg über ihn erforscht haben, im Internet nachlesen.
Begeisterung wecken
Die Grundschüler im Alter von neun bis elf Jahren hatten nun in Berlin ihren großen Auftritt bei der Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2009. Zuvor zog Annette Schavan eine allgemeine Bilanz. „Das Wissenschaftsjahr 2009 hat uns deutlich vor Augen geführt: Am Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland ist viel in Bewegung“, sagte die Bundesministerin. „Unser Ziel ist es, Wissenschaft und Forschung zu stärken und Innovationsprozesse zu verkürzen. Wer hier erfolgreich ist, der kann im internationalen Wettbewerb mithalten. Deshalb wollen wir insbesondere bei den jungen Menschen Begeisterung für das Forschen und Lernen wecken. Dies ist mit dem Wissenschaftsjahr 2009 auf eindrucksvolle Weise gelungen“, so Annette Schavan mit Blick auf die Oldenburger Schüler.
Die hatten sich mit ihrem Projekt an dem Wettbewerb „Geistesblitze“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft beteiligt. Die Nadorster Grundschüler zählten zu den 34 ausgezeichneten Gewinnern. Aber nur sie durften auf Einladung des Stifterverbandes ihr Projekt in Berlin präsentieren. Der Generalsekretär des Stifterverbandes, Professor Dr. Andreas Schlüter, unterstützte die Kinder auf der Bühne.
„Es war ein bunter Fleck im förmlichen Akt“, beschreibt Andree Bogner (Klassenlehrer der 4b), der die 48 Grundschüler zusammen mit seiner Kollegin Sandra Schindler nach Berlin begleitet hatte, den Auftritt der Kinder. Vom Publikum ernteten die Schüler großen Applaus.
Gut gelaunt und stolz
„Für die Kinder war schon die Reise nach Berlin etwas ganz Besonderes“, weiß Bogner. Eine Stadtrundfahrt, der Besuch der Abteilung „Traum vom Fliegen“ im Technischen Museum und ein Spaziergang zum Brandenburger Tor gehörten zum Rahmenprogramm. Am Mittwoch kehrten die Schüler bestens gelaunt und mächtig stolz nach Oldenburg zurück.
Infos zum Projekt unter www.grundschule-nadorst.de/schuette/index.html
