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Bildung Schule hat Platz unterm Dach

NADORST - In der Grundschule Nadorst am Eßkamp herrscht Raumnot. Das Problem könnte man einfach lösen, meinen der Schulelternrat und die Schulleitung. Doch ihr Vorschlag, den bereits zum Teil ausgebauten Dachboden komplett auszubauen, wurde vom Schulamt und vom Schuldezernenten abgelehnt. Fakt ist, ab Sommer braucht man einen weiteren Klassenraum, denn laut der Schülerzahlenentwicklung wird man dann in allen vier Jahrgängen dreistufig.

Die Schule verfügt auch über die notwendigen zwölf Klassenzimmer. Nur: Einer dieser Räume wird zurzeit für die Lehrmittelsammlung genutzt. „Er muss also wieder ein Klassenzimmer werden“, sagt die Schulelternratsvorsitzende Geraldine Dudek. Ein Lehrmittelraum sowie ein Integrationsgruppenraum könnten auf dem Dachboden entstehen. Der restliche Ausbau würde schätzungsweise 30 000 Euro kosten.

Kinder auf Warteliste

Der Einsatz um mehr Platz ging laut Schulelternrat im Februar 2009 los. Schlussendlich kam von Schuldezernent Martin Schumacher der Vorschlag, das Hausmeisterbüro als Lehrmittelraum umzufunktionieren. Denn: Nur im kommenden Schuljahr brauche die Schule einen weiteren Raum, in den Folgejahren sei mit stetig sinkenden Schülerzahlen zu rechnen.

Theoretisch könne man zwar von weniger Schülern ausgehen, so Dudek. Nicht berücksichtigt werde dabei aber, dass viele Eltern in Oldenburg die Schule wegen ihres Montessori-Zweiges wählten. Schon jetzt müssten jährlich über 30 Kinder auf die Warteliste gesetzt werden.

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses wurde – auf Antrag der CDU-Fraktion – über das Raumproblem diskutiert. „Wir waren entsetzt darüber, dass die Verwaltung dieses Thema nicht schon längst auf die Tagesordnung gesetzt hat“, so Dr. Esther Niewerth-Baumann. Sinkende Schülerzahlen könnten in diesem Fall nicht das Argument gegen einen Ausbau sein. „Für diese Grundschule mit Montessori-Schwerpunkt gilt eine andere Situation. Wir wollen die Angebotsvielfalt haben. Deshalb muss hier auch schnell geholfen werden.“ Misslich sei nur, dass der Haushalt vor der Verabschiedung stehe. Man werde die Schule aber unterstützen.

Gleiches sagt SPD-Ratsfrau Gesine Multhaupt. Auch sie wundert sich darüber, dass die Verwaltung das Thema erst jetzt im Fachausschuss vorgetragen hat. Integration und Montessori-Zweig – das seien zwei Standortvorteile für diese Schule, meint sie. Wenn es bei den geschätzten 30 000 Euro für den Ausbau bleibe, werde sie sich für eine Lösung einsetzen.

Nicht viel Hoffnung

Martin Schumacher rechnet allerdings nicht damit, dass ein Ausbau für diese Summe möglich ist. „Nach meiner Kenntnis handelt es sich um einen Raum von 80 Quadratmetern. Es müssen Fenster, eine Heizung und Isolierung eingebaut werden“, so Schumacher auf Nachfrage der

NWZ

. Er lasse die Kosten zurzeit prüfen. Viel Hoffnung macht er der Schule aber nicht. „Es kommen sehr große Sparzwänge auf uns zu.“ Auch Schulen müssten in diesen Zeiten zumindest vorübergehend improvisieren.
Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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