NADORST - Bereit zum Abheben sind die Viertklässler der Grundschule Nadorst. Sie nahmen mit ihrer Projektidee zum Oldenburger Luftschiffbauer Johann Schütte (1873-1940) an dem bundesweiten Wettbewerb „Geistesblitze“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft teil. Bei der Ausschreibung wurden Schulen dazu aufgerufen, zu einer Erfindung aus ihrer Region ein Projekt zu entwickeln. Die 34 besten Ideen wurden mit 5000 Euro belohnt, so auch die der Grundschule Nadorst. „Darüber sind wir sehr stolz“, freut sich Rektorin Sabine Stehno.
Sie ließ sich bei der Ideenfindung von dem Gang voller Luftschiffmodelle des Instituts für Technische Bildung inspirieren. „Schüttes Erfindung ist perfekt geeignet für Grundschüler, denn sie können in ähnlicher Weise forschen wie er“, sagt Sabine Stehno.
Die größte Entdeckung Schüttes war die aerodynamische Stromlinienform. Durch Versuche fand der gebürtige Osternburger heraus, welche Luftschiffform am schnellsten und gleichzeitig am energiesparendsten ist. Dies werden nun auch die Schüler tun. „Von großer Hilfe sind Professor Dr. Gert Reich und Dr. Reinhard Meiners vom Fachbereich Technik an der Universität. An diesem Freitag starten wir im Windkanal der Uni die ersten Versuche“, erzählt Sabine Stehno.
Zusammen mit den Lehrern Andree Bogner, Sandra Schindner und den Fachleuten von der Universität werden die Schüler ein halbes Jahr an dem Projekt arbeiten. „Die Schüler bekommen so einen Einblick in die Arbeit eines Forschers“, sagt die Schulleiterin.
Die Ergebnisse des Projekts werden auf Internetseiten festgehalten, die zurzeit in Vorbereitung sind. Man darf gespannt sein.
