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Menschen ,Name der Friedensaktivistin verpflichtet‘

Melanie Hanz

Jever - Als erstes soll die Elisa-Kauffeld-Oberschule Jever wieder einen Internetauftritt bekommen. „Ich hoffe, bis zu den Herbstferien geht die Homepage online“, sagt Berta Paasman. Die 50-Jährige ist seit 1. August neue Leiterin der jeverschen Oberschule, arbeitet sich zurzeit ein und lernt die Strukturen kennen.

Was eine Oberschule ausmacht, weiß Paasman – sie bringt viel Erfahrung aus Hohenkirchen mit, wo sie acht Jahre lang Schulleiterin war und den Übergang von Haupt- und Realschule zur Oberschule gestaltet hat. Die Oberschule Jever kannte sie ebenfalls aus der Zusammenarbeit mit ihrem Vorgänger Wolfgang Niemann-Fuhlbohm. Und dennoch ist sie überrascht: „An der Oberschule Jever läuft so viel, was nicht wahrgenommen wird“, hat sie festgestellt.

Enormes Angebot

Die Berufsorientierung zum Beispiel: „Sie sucht unter den Schulen in der Region ihresgleichen“, schwärmt Paasman: So laufen verschiedene Projekte mit Agentur für Arbeit, Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), die Schüler absolvieren eintägige bis mehrwöchige Praktika, nehmen an Ausbildungs- und Zukunftstagen oder Aktionen wie „Boarding next Generation“ im Rahmen des Jade-Weser-Port-Cups teil.

Auch Präventionsarbeit wird an der Elisa-Kauffeld-Schule größer geschrieben als an anderen Schulen, hat Berta Paasman erkannt: „Es gibt Programme von Alkoholmissbrauch bis Cybermobbing.“

Und noch etwas ist ihr aufgefallen: Mit der Benennung nach der Friedensaktivistin Elisa Kauffeld haben die Themen Demokratie und Umwelt einen wichtigen Stellenwert an der Oberschule bekommen und wurden auch ins Leitbild aufgenommen – „eine Verpflichtung“, betont die Schulleiterin.

Zum Schwerpunkt Umwelt passt, dass sie durch ihren Wechsel von Hohenkirchen nach Jever nun ihre persönliche CO2-Bilanz ins Positive gewendet hat: Berta Paasman wohnt in Jever, Luftlinie rund 500 Meter von der Oberschule entfernt. Ihr Auto bleibt deshalb künftig stehen. „Damit bin ich CO2-neutral“, sagt sie augenzwinkernd.

Sie will als eigenes Thema Europa mit in die Schule einbringen: „Fremdsprachen, Kontakte zu Schülern in den Nachbarländern, Teilnahme am Comenius-Programm der Europäischen Union – das ergänzt das bisherige Profil gut.“

Begeistert ist die neue Schulleiterin vom Kollegium: „Die Lehrerinnen und Lehrer sind hoch motiviert und vergleichsweise jung. Ich habe in den ersten Tagen schon viel Unterstützung und Hilfe bekommen“, schwärmt sie. Auch die Hausmeister seien fit und hilfsbereit. „Ich wurde sehr offen in die Schule aufgenommen.“

100. Geburtstag feiern

Ihre Hauptaufgabe sieht sie darin, den organisatorischen Rahmen zu schaffen, in dem konzeptionelle Arbeit möglich ist. Mittelfristig will sie deshalb gemeinsam mit dem Kollegium und den Schulgremien an einer Weiterentwicklung des Schulkonzepts arbeiten.

In Planung ist zudem ein Festakt zum 100. Geburtstag der mit 98 Jahren verstorbenen Elisa Kauffeld am 17. Oktober. Die große Feier soll im November stattfinden.

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