Wildenloh/Kreyenbrück - Passend zur Fußball-Europameisterschaft haben Kinder der Sprachlernklasse der Grundschule Kreyenbrück (Breewaterweg) eine Torwand gebaut. Ein internationales Projekt – kann man sagen. Denn die Kinder stammen aus acht Nationen. Zusammen mit der Wurzel gGmbH im Waldhaus Wildenloh waren die Kinder auf Mission. Vor drei Jahren hat die gemeinnützige Wurzel gGmbH die Traditionsgaststätte „Waldhaus Wildenloh“ gekauft, um Naturerfahrungen für den Nachwuchs zu ermöglichen (NWZ  berichtet).

Die Idee, die sich hinter dem Projekt „Torwand“ verbirgt, ist das Trainieren sozialer Kompetenzen, wie zum Beispiel einander zuhören, sich absprechen, andere Meinungen gelten lassen und gemeinsame Ideen entwickeln. Sechsmal reisen die Kinder mit dem Bus zum Waldhaus Wildenloh – begleitet von der Lehrerin Claudia Theis und der Schulsozialarbeiterin Jessica Granz.

Gemeinsam mit der Naturpädagogin Maja Barthel ging es zunächst darum, ausgiebig die umgebende Natur des Wildenloh zu erfahren und im Miteinander der Gruppe auch sprachliche sowie soziale Kompetenzen zu trainieren. „Die Torwand bot hierbei den antreibenden Anlass, sich an diesem außerschulischen Lernort auch mit Naturthemen zu beschäftigen und die erfahrenen Erlebnisse am Ende der Zeit in einem Torwand-Bild kreativ sichtbar werden zu lassen“, berichtet Jessica Granz.

Deutlich war erkennbar für die Fachfrauen, dass die Kinder von Termin zu Termin ihre Stärken und Interessen mehr und mehr einbrachten, sich Konflikte reduzierten und am Ende sogar – zur Freude der Naturpädagogin – die im Waldhaus möglichen Erfahrungsanlässe sehr positiv für sich nutzen konnten. Der gegenseitige Abschied fiel daher nicht ganz leicht. An Folgeprojekte rund um soziale, praktische und sprachliche Kompetenzen der Kinder im Kontext von Naturerfahrung wird bereits ganz fest von beiden Seiten gedacht.

Unterstützt wurde das Projekt mit einer Zuwendung der Stadt Oldenburg und dem Verein „Bildungschancen im Blick“ Oldenburg.