NEERSTEDT - Den Übergang zwischen vom letzten Kindergartenjahr zur Grundschule fließender gestalten: Das war Ziel des Projekts „Brückenjahr“, an dem in den vergangenen zwei Jahren ein Projektkreis der Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde Dötlingen teilnahm. An dieser Stelle setzte der Vortrag von Fridolin Sickinger aus Bremen an, zu dem sich am Donnerstag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschulen und Kindergärten in der Aula der Grundschule Neerstedt versammelt hatten.

Unter dem Titel „Von Kopf bis Fuß auf Lernen eingestellt“ stellte Sickinger, Diplom-Psychologe und Mitarbeiter in der Erziehungsberatungsstelle Bremen, den rund 40 Erziehern und Lehrern eine Bildungskonzeption für Kinder von null bis zehn Jahren vor.

Den Vortrag von Sickinger hatten die Mitglieder des Brückenjahr-Teams bereits während des Projektes gehört. „Da die Gelder für das Team nicht mehr fließen, sollen die Ideen auf breitere Füße gestellt und alle Mitarbeiter damit vertraut gemacht werden“, erklärte Ufke Janssen, Leiter der Grundschule Neerstedt.

Nach Sickingers Auffassung habe die Idee der Aufgabenteilung zwischen Kindergärten und Schulen nach wie vor Konjunktur. Demnach stehe der Kindergarten für „Wohlfühlen“ und Spielen und die Schulzeit für den „Ernst des Lebens“ und Lernen. Diese Trennung könne für Kinder schwerwiegende Konsequenzen haben. Ziel müsse es sein, den Kindern das Lernen als einen „durchgängigen Prozess“ erlebbar zu machen, so Sickinger.

Sickinger legte den Teilnehmern dar, wie Kinder in verschiedenen Altersstufen lernen. Dabei stützte er sich auf Erkenntnisse der Neurowissenschaften, der Entwicklungspsychologie und der Lehr- und Lernforschung. In einem Workshop wurden die Pädagogen auch selbst aktiv.