Neerstedt - „Schule und Lesen passen einfach zusammen“, findet Jürgen Möhle, Rektor der Förderschule Sprache in Neerstedt. Zum zweiten Mal haben sich am Freitag die Förderschule und die Grundschule Neerstedt gemeinsam am bundesweiten Vorlesetag beteiligt.
Neben den vorlesenden Lehrkräften konnten die Schulen auch die Pastorin Claudia Hurka-Pülsch (ev. Kirchengemeinde Dötlingen) und Werner Knoll, Leiter der Plattdeutsch-AG der Grundschule Neerstedt, für das Projekt gewinnen. Eine gute Idee sei es, findet Möhle, auch in den nächsten Jahren teilzunehmen.
In diesem Jahr stand der Vorlesetag unter dem Motto „Sport und Bewegung“. Das Thema nahmen sich die Vorlesenden zu Herzen. Sie haben nicht nur vorgelesen, sondern das Erzählte mithilfe der Kinder zum Leben erweckt. Einige Passagen der vorgelesenen Bücher oder sogar ganze Geschichten durften die Schülerinnen und Schüler beim Zuhören in kleinen Gruppen selbst nachspielen. Auch den Kindern hat das gefallen: „Wir haben mit Musik getanzt, dass war toll“, schwärmten die Erstklässlerinnen Lara und Zoe.
Bei der Einteilung in Vorlesegruppen spielten besonders die Interessen der Kinder eine Rolle. „Wir haben natürlich auch darauf geachtet, was zur Altersgruppe passt“, erklärte Lehrerin Silke Bramlage. In der Geschichte „Der Wettkampf der Tiere“, die sie ihren Erstklässlern vorlas, traten verschiedene Tierarten zu sportlichen Wettkämpfen an.
Auch Möhle nahm das Thema des Vorlesetages ernst: Er las den Kindern die Geschichte „Wie die Affen den Fußball erfanden“ vor. Neben Fußball durften die Schülerinnen und Schüler auch die anderen Sportarten aus der Geschichte, zum Beispiel Golf und Turnen, selbst ausprobieren. Als in der Geschichte ein Reck vorkam, zückte Möhle kurzerhand eine Bohrmaschine und baute eins in der Aula der Schule auf. Auch die Kinder, die sonst eher zurückhaltend seien, hätten sich getraut, beim Nachspielen der Geschichte mitzumachen, freute sich der Lehrer.
Zum Thema seiner Geschichte hat Möhle eine persönliche Verbindung: Wie er selbst würden sich viele der Kinder sehr für Fußball interessieren, erzählte er. Besonders wichtig war es ihm, die Verbindung zwischen dem Lesen und der Bewegung herzustellen: „Das hat thematisch super gepasst“.
