NEERSTEDT - Mit Bestnoten hat das Wohn- und Ferienhaus Neerstedt die alljährliche Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und der Heimaufsicht bestanden. Bereits im Januar hatten die Prüfer des MDK der Einrichtung, in der geistig und körperlich behinderte Menschen leben und gepflegt werden, einen Besuch abgestattet. Jetzt wurden die Ergebnisse bekannt gegeben.
„So eine Prüfung ist eine zusätzliche Belastung zum Alltagsgeschäft. Da sind alle den ganzen Tag ausgelastet“, fasste Frank Bellersen die Prüfung zusammen. Bellersen hat die Leitung des Wohn- und Ferienhauses, das 28 Plätze im Pflegebereich und weitere elf Plätze im so genannten Wohnbereich anbietet, erst im Januar übernommen. „Das gute Ergebnis, das wir nun erzielt haben, ist vor allem eine Leistung der Mitarbeiter“, so der Heimleiter, „wir freuen uns alle sehr über das Ergebnis.“ Besonders Cornelia Zobel, Leiterin des Pflegedienstes, hat sich zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben dem Qualitätsmanagement verschrieben und in den vergangenen Jahren intensiv an Verbesserungen gearbeitet.
Die diesjährige Prüfung erfolgte erstmals nach den überarbeiteten Kriterien des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes, mit dem der Gesetzgeber für eine bessere Transparenz der Pflegeheime sorgen will. Die Prüfungsergebnisse werden dann als so genannte „Transparenzberichte“ im Internet veröffentlicht. Dadurch werde es den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen erleichtert, die verschiedenen Pflegeeinrichtungen detailliert und direkt miteinander zu vergleichen, so Bellersen.
Mit ihrem Ergebnis brauchen sich die Neerstedter nicht zu verstecken. In den Bereichen „Pflege und medizinische Versorgung“, „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ und „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ konnte das Wohn- und Ferienhaus die Bestnote 1,0 erreichen. Auch die bei der Prüfung befragten Bewohner fühlen sich in ihrer Einrichtung offensichtlich wohl, vergaben sie doch die Note 1,3. Mit der Gesamtnote 1,1 liegt die Neerstedter Pflegeeinrichtung deutlich über dem Landesdurchschnitt (1,8 ).
