NEERSTEDT - 22 Mal hat Polizistin Marion Wittrock am Mittwochvormittag kleine Daumen über die schwarze Tinte gewälzt, 22 Mal hat sie die Finger dann auf weißem Papier abgerollt und hatte am Ende 22 neue erkennungsdienstliche Karteikarten – von den Vorschulkindern des Neerstedter Kindergartens.
Zusammen mit ihren Betreuerinnen besuchten die Kleinen die Neerstedter Polizeistation und ließen sich von Wittrock und ihrem Kollegen Siegfried Stolle den Arbeitsplatz zeigen. Der Streifenwagen wurde genauso unter die Lupe genommen wie das Funkgerät.
Bereits seit einigen Jahren laden die beiden Beamten regelmäßig die Vorschulkinder der drei Dötlinger Kindergärten ein, sich umzuschauen. Sie erklären ihnen unter anderem, wie sie sich im Notfall unter der 110 melden sollen: Vor- und Nachname, Straße und Hausnummer, Wohnort. Das klappt bei den meisten der Fünf- bis Sechsjährigen noch nicht so ganz, mal fehlt der Nachname, mal der Wohnort. Doch ein paar können sogar schon lange Handynummern auswendig aufsagen. Quasi als Belohnung dürfen sie die Karteikarten samt Fingerabdruck mit nach Hause nehmen.
