NEERSTEDT - Worauf es im Straßenverkehr ankommt, weiß Pia schon ganz genau. „Dass man aufpasst, dass keine Autos kommen“, sagt die Neunjährige. Und ihre Freundin Svenja (9) zählt auf, was ein Fahrrad sicher macht: „Dass die Klingel geht, dass Licht und Bremse funktionieren.“ Beide Viertklässlerinnen haben am Freitag ihr Rad mit in die Schule gebracht – denn Grundschule und Sprachheilschule Neerstedt veranstalteten am letzten Tag vor den Herbstferien ihren jährlichen Aktionstag „Rund ums Rad“. Ziel des Ganzen: Die Kinder sollen lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

20 Stationen galt es am Freitag zu absolvieren. Hinter der Turnhalle probierten die Schüler beider Schulen das Bremsen auf nassem Untergrund und feuchtem Laub. An anderen Stationen mussten sie Hindernissen ausweichen oder Gegenstände während des Fahrens zielgenau in einen Reifen auf dem Boden werfen. Zwei Filme erläuterten den Kindern, warum es wichtig ist, einen Radhelm zu tragen, und worauf es beim Busfahren ankommt. Schließlich muss man nicht nur auf dem Rad vorsichtig sein, sondern überall im Straßenverkehr. Und in der Sporthalle überprüften Polizisten die Räder auf ihre Verkehrstauglichkeit.

Mit dem Resultat waren die Beamten Carsten Grallert und Karl-Heinz Steuer aus Wildeshausen zufrieden. „Überwiegend sind die Räder verkehrssicher“, sagte Grallert. Nur bei rund fünf Prozent der Räder hätten die Beamten Mängel ausgemacht – zum Beispiel defekte und fehlende Beleuchtung, zu schwache Bremsen oder fehlende Reflektoren.