Neerstedt - Stolz blickt Sebastian auf seinen Marsrover. Aus einem Eierkarton hat er ihn gebastelt, die Idee dazu habe er selbst gehabt, sagt der Siebenjährige. Auch die achtjährige Latoja ist sichtlich stolz: Sie hat den Planeten Jupiter selbst gebastelt und bemalt. In den Klassenräumen der Grundschule Neerstedt wird schnell klar: Während der „Woche des Buches“ wurde nicht nur gelesen, sondern auch reichlich gebastelt.
In der Projektwoche, die alle zwei Jahre für die Grundschule und für die Sprachheilschule Neerstedt ausgerichtet wird, steht in den jahrgangsübergreifenden Gruppen je ein Thema im Mittelpunkt. An vier Tagen wird es für jeweils drei Unterrichtsstunden behandelt.
In der Gruppe von Lehrerin Christine Wienand steht das Weltall im Mittelpunkt. „Die Schüler sind interessiert und motiviert“, schwärmt sie. „Wir haben zum Beispiel das Lied ,Major Tom’ gesungen.“ Das Gebastelte präsentieren die Kinder an diesem Vormittag ihren Familien: Passend dazu liegen Bücher und das Gebastelte auf den Tischen.
Kreativität ist auch bei May Britt Magnusson gefragt: Die Erst- und Zweitklässler sollten überlegen, wie das Buch „Frau Meier, die Amsel“ wohl weitergeht. Die Amselfrau hat immer Sorgen in Form von schwarzen Wolken über ihrem Kopf. Solche Wolken haben sich die Schüler selbst gebastelt. „Und dazu haben wir Sorgenfresser gebastelt“, erzählt Magnusson.
„Die Kinder helfen sich gegenseitig“, schwärmte Lehrerin Hildburg Kästner. In ihrer Gruppe ging es um das Buch „Frederick“, in dem eine Maus Farben sammelt. „Es hat alles wunderbar geklappt.“
