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Naturschutz Gesunde Mischung für Obstbäume

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NETHEN - Auf einem drei Hektar großen ehemaligen Acker im Steenforths-Moor in Nethen haben im Jahr 1997 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Wiefelstede eine Streuobstwiese angelegt.

15 Jahre später nimmt eine Nachfolgegeneration aus der heutigen Oberschule Wiefel­stede die Arbeit ihrer Vorgängerinnen und Vorgänger wieder auf. Drei neunte Klassen nahmen in dieser Woche eine grundlegende Vitalisierung des Geländes vor.

200 Bäume alter Obstsorten waren 1997 auf Flächen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) gepflanzt worden, doch sie haben sich nicht so entwickelt wie erhofft. Viele Bäume sind zu langsam gewachsen, nur wenige tragen die erwarteten Früchte und einige sind sogar abgestorben. Den Weltwassertag am Donnerstag nahm die Stiftung Gewässerschutz, die sich dem Grundwasserschutz verschrieben hat, zum Anlass, etwas für das Wachstum der Bäume zu tun.

Mit Hilfe der EM-Technologie soll das Bodenleben im Wurzelbereich aktiviert werden. Basis der Technologie ist eine Multimikrobenmischung, die aus unbedenklichen Kulturen natürlich vorkommender, nicht gentechnisch veränderter Mikroorganismen besteht: hauptsächlich Milchsäurebakterien, Hefen und Photo­synthesebakterien. Diese werden mit Wasser vermengt in den Boden eingebracht.

„Ich bin dankbar für euren Einsatz. Ihr habt mit besonderem Fleiß gearbeitet“, lobte Ernst Tannen, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Gewässerschutz, das Engagement der Schüler. Ohne die Schule sei das Projekt nicht möglich gewesen, sagte er in Richtung des Lehrers Friedrich Schulze.

Schon im Dezember und dann wieder nach der Frostperiode im März hatten Stiftungs-Vorstandsmitglied Eckhard Eilers aus Rastede und seine Freunde Armin Eisenhard, Hans-Wilhelm Kaper und Heiner Wunderlich mit einer Lehmpaste, die auf der EM-Technologie basiert, die Baumrinde bestrichen. Mit diesem „Heilverband“ werden die Bäume gestärkt und gleichzeitig vor dem Eindringen von Schadbakterien und Pilzen geschützt. Die Bäume dankten es ihm und seinen Helfern schon. „Wenn ich jetzt mit dem Rad den Rundwanderweg in Steenforths-Moor fahre, winken die Bäume mir zu“, sagt Eilers.

Wird der Großteil der Obstbäume mit dieser Mikrobenmischung behandelt, so soll an 15 Bäumen eine Düngung mit Substratkompost ausprobiert werden. „Im Herbst soll die Revitalisierung im Steenforths-Moor wiederholt werden“, hofft Stiftungs-Geschäftsführer Egon Harms auf Erfolg dieser auf drei Jahre angelegten Baumkur.

NWZ

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Der OOWV

und die Stiftung Gewässerschutz sehen das Projekt Steenforths-Moor als Ergänzung des Trinkwasser-Lehrpfades am OOWV-Wasserwerk Nethen. Im nahen Steenforths-Moor können die auf dem Lehrpfad vermittelten Informationen anhand von praktischen Beispielen in der Natur vertieft werden.

Interessierten Besuchern

und insbesondere auch Kindern und Jugendlichen wird die unterschiedliche Abhängigkeit verschiedenster Biotope zum Grundwasser veranschaulicht. Durch das Bestehen eines Teiches und anderer Feuchtbiotope wird den Besuchern auch gezeigt, dass trotz Grundwasserförderung aus tiefen Erdschichten die Oberflächengewässer nicht beeinträchtigt werden, berichtet der OOWV.
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