Bookholzberg - „Bewegung macht nicht nur stark“, ist Rektorin Dörte Lohrenz überzeugt. „Bewegung macht auch schlau.“ – So gesehen, hat die Bookholzberger Grundschule am Dienstagvormittag die Grundlagen für noch mehr Lernerfolg ihrer Kinder geschaffen: Ein Jahr nach dem Beginn der Planungen wurde der neue Klettergarten eingeweiht. 250 Mädchen und Jungen stürmten die neue Attraktion und kamen dabei richtig in Bewegung.
Dass diese neue Attraktion ein Gemeinschaftswerk ist, machte der Lehrer Klaus Stalling klar, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin Irmgard Benning geleitet hatte. Schüler, Eltern, Lehrer und auch Firmen hätten beigetragen, das 27 000-Euro-Vorhaben zu stemmen. Die Grundlage hatte eine Skizze von Fachplaner Thomas Benjes gebildet.
Was die Finanzierung angeht, sei die erste große Summe im Juni 2015 zusammengekommen – nämlich beim Sponsorenlauf der Schule. „Fast 9000 Euro“ hätten die Kinder erlaufen, „das war der Wahnsinn“. In der Folgezeit hatten sich Stalling und Benning daran gemacht, mögliche Sponsoren anzuschreiben. Das sei zunächst „frustrierend“ gewesen, denn es habe Absagen gegeben, manchmal auch gar keine Reaktion.
Aber im Laufe der Zeit seien dann doch Zusagen eingetrudelt. So steuerte Airbus 5000 Euro, die Aktion Ein Herz für Kinder sogar 5900 Euro bei. Darüber hinaus wurde das Vorhaben mit Muskelkraft unterstützt, zum Beispiel bei einem Aktionstag im März. Eltern, Förderverein, Rotarier, der ehemalige Hausmeister Hergen Stöver, Landwirt Gerd Hanken mit seinem Schlepper, die Gemeinde – alle hätten an einem Strang gezogen.
Für die jetzt noch fehlende Eingrünung gebe es auch eine Zusage. Hierfür habe die Bingo-Umweltstiftung einen 1900-Euro-Zuschuss signalisiert, sagte Stalling.
Das Unterhaltungsprogramm der Feier wurde – natürlich – selbst gestaltet. Erst wirbelte die Tanz-AG übers Pflaster, dann tanzten Viertklässlerinnen, schließlich forderte der Schulchor zum Mitsingen auf.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es auch: Weil der Andrang so groß ist, „mussten wir einen Nutzungsplan für den Klettergarten aufstellen“, erklärte Stalling den 250 Kindern. Allerdings gelte der nur bis zu den Sommerferien.
