Bad Zwischenahn - Sechs Tage Arbeit, eineinhalb Stunden Freizeit zum Einkaufen – so könnte man den Auslandsaufenthalt der ersten Comenius-Gruppe des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht zusammenfassen. Oder auch so: Viele neue Eindrücke gewonnen – und neue Freunde.

Und das sind letztlich auch Ziele des „Comenius“-Projektes, an dem neben dem GZE (wie berichtet) Schulen aus Spanien, Tschechien, Rumänien sowie Frankreich teilnehmen. Und dorthin zog es jetzt die erste Gruppe. Zwölf Achtklässler besuchten in Saint-Yrieix-la Perche die Partnerschule Cité scolaire Jean Baptiste Darnet, lernten etwas über die „Schätze der Heimat“ (so das Projektthema) und bereiteten auch schon ein wenig den Abschluss der zweijährigen Projektphase vor: 2014 werden alle Schulen sich und die Ergebnisse in Bad Zwischenahn vorstellen.

Und der Kontakt soll bis dahin aufrechterhalten werden, wie er auch geknüpft wurde: per E-Mail, Skype oder Facebook. Allerdings seien aus den Fremden, mit denen die Achtklässler bereits zuvor auf elektronischem Wege Kontakt hatten, während des Auslandaufenthalts Freunde geworden, so die Schüler. Trotz einiger Sprachbarrieren.

Die Reise nach Frankreich war auch eine in die Geschichte der Menschheit. So gehören in der Stadt südlich von Limoges Grotten mit Höhlenmalereien und Cro-Magnon-Menschen (Menschen der letzten Kaltzeit) zu den „Schätzen der Heimat“. Ebenso wie französisches Essen und Lebensart. Auch die lernten die Gäste aus Bad Zwischenahn kennen – bei einem Abend mit typischen deutschen, tschechischen und französischen Gerichten, vor allem aber in ihren Gastfamilien.

Gerade das Multilaterale, aber auch die Langfristigkeit sei die Besonderheit des Comenius-Projektes, so Ute Harder, die die Gruppe mit Joachim Steinert begleitet hatte.

Und was der Austausch für die heimische Schule gebracht hat, konnten die zwölf Schüler gleich nach der Rückkehr erfahren: Da stand eine Französischarbeit im Stundenplan.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)