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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Neue Gebäude In Oldenburg: So soll die „Medical-School“ wachsen

20.11.2018

Frage: Der Wissenschaftsrat hat kürzlich die Universität besucht und die junge medizinische Fakultät beurteilt. Welche Eindrücke spiegeln Ihnen die Besucher?

Nothwang: Der Wissenschaftsrat wird erst im Sommer 2019 seine Stellungnahme abgeben. Er zeigte sich jedoch beeindruckt von der Leistung und Motivation der Studenten und Professoren sowie unseres Groninger Partners. Was allerdings auch angesprochen wurde, ist die Forschungsinfrastruktur, die in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden muss.

Frage: Was bedeutet das konkret?

Nothwang: Wir haben in Oldenburg mit der Hörforschung bewiesen, dass wir sehr erfolgreich Spitzenforschung aufbauen können. Dieses Wissen wollen wir nun für den weiteren Ausbau der klinischen Forschung nutzen. Dafür benötigen wir jedoch dringend die entsprechende Infrastruktur. Konkret planen wir zwei bis drei große Gebäude für Lehre und Forschung. Eines soll am Pophankenweg auf dem Gelände der ehemaligen Logemannhallen entstehen; ein anderes auf dem ehemaligen AEG-Areal in Kreyenbrück. Wir werden dabei von der Stadt sehr unterstützt, die uns zum Beispiel bei der Beplanung städtischer Flächen mitberücksichtigt.

Frage: Wie ist der Stand der Planungen für den Neubau?

Nothwang: Das Wissenschaftsministerium mit Minister Thümler sieht die Notwendigkeit der Neubauten und unterstützt die Pläne, die ein Gesamtvolumen von etwa 225 Millionen Euro haben. Jetzt kommt es darauf an, dass die Projekte auch von der gesamten Landesregierung und vom Landtag unterstützt werden. Ich hoffe, dass im kommenden Jahr entsprechende Entscheidungen getroffen werden. In 2020 könnten dann die ersten Mittel bereitstehen. Im Vergleich zur Universitätsmedizin in Hannover und Göttingen geht es in Oldenburg um vergleichsweise niedrige Summen.

Frage: Welche Zuschüsse erwarten Sie?

Leitet die Fakultät: Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang BILD: Uni
Leitet die Fakultät: Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang

Zur Person

Prof. Dr. Hans Gerd Noth-wang ist Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg.

Der Neurogenetiker folgte 2007 einem Ruf nach Oldenburg. 2005 hatte er an der Universität Kaiserslautern in Tierphysiologie und Neurobiologie habilitiert.

Der 54-Jährige stammt gebürtig aus Öhringen (Baden-Württemberg).

Nothwang: Wir erhalten vom Land für die Universitätsmedizin derzeit im Jahr 18 Millionen Euro. Damit sind wir für den Ausbau deutlich unterfinanziert. Erforderlich sind nach Abschluss der Ausbauphase mit dann jährlich 200 neuen Studierenden 57 Millionen Euro, die das Wissenschaftsministerium auch anerkennt. Zum Vergleich: Für die Göttinger Medizin stellt das Land 160 Millionen Euro pro Jahr bereit, für Hannover 210 Millionen. Wenn man diese Summen auf die Zahl der Studenten bezieht, ist ein Studienplatz in Oldenburg günstiger als in Göttingen oder Hannover.

Frage: Warum ist der Medizinstudiengang in Oldenburg so wichtig?

Nothwang: Da gibt es mehrere Gründe. Primär geht es darum, auch im Nordwesten Niedersachsens hoch qualifizierte medizinische Versorgung vorzuhalten und in der Fläche abzusichern. Die boomende Wirtschaft in der Region benötigt Fachkräfte, die wiederum gute Rahmenbedingungen verlangen, um hierher zu kommen oder zu bleiben. Ein zentraler Faktor ist die ärztliche Versorgung – neben Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und guter Verkehrsanbindung. Die Oldenburger Unimedizin spielt eine elementare Rolle für die medizinische Versorgung der Region.

Frage: Wie viele Medizinstudienplätze peilen Sie an?

Nothwang: Wir haben in den vergangenen sechs Jahren jeweils 40 Studenten aufnehmen dürfen und liegen jetzt bei 240. In den kommenden Jahren soll ein stufenweiser Aufbau – auch nach dem Willen des Landes – auf 200 Studenten pro Jahr erfolgen.

Frage: Hält die Zahl der Professoren und Lehrkräfte mit dem Aufwuchs Schritt?

Nothwang: Derzeit umfasst das Tableau 31 Professoren-Stellen, von denen bereits 21 besetzt sind. Für den Ausbau müssen wir jetzt aber noch nachlegen. Für den Studiengang brauchen wir im Vollausbau etwa 40 weitere Professuren.

Frage: Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Partnern der European Medical School, das heißt den Krankenhäusern?

Nothwang: Die gute Zusammenarbeit ist maßgeblich für die hervorragende Ausbildung unserer Studierenden in den vergangenen sechs Jahren. Wir sind uns jedoch einig, dass wir die Trägerstruktur weiterentwickeln müssen. Es geht darum, die Krankenversorgung, die wirtschaftlich und rechtlich eigenständig ist, stärker mit der Universität zu verschränken. Forschung, Lehre und Krankenversorgung gehören in der Universitätsmedizin zusammen.

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Frage: Wie ist der Stand?

Nothwang: Wir sind aktuell in Gesprächen. Unser Konzept soll 2019 stehen.

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Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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