Ganderkesee/Landkreis - Die Herausforderungen sind nicht ohne. Welche Wege sind für die Katenkamp-Schule in punkto Inklusion gangbar? Wie kann eine Kooperation mit anderen Schulen aussehen, wie jeder einzelne Schüler optimal gefördert werden? Das sind Fragen, die auf die neue Leiterin der Tagesbildungsstätte, Dr. Edith Aschenbrenner, zukommen. Am Dienstag stellte sich die 44-Jährige bei einer Pressekonferenz vor.

Im März/April hatte die Lebenshilfe die Stelle ausgeschrieben, nachdem der bisherige Leiter Reiner Duzat aus persönlichen Gründen die Aufgaben abgeben wollte. Künftig ist Duzat als Klassenleiter tätig.

Diverse Bewerbungen habe es gegeben, berichtete Lebenshilfe-Geschäftsführer Erwin Drefs. „Ganz einstimmig“ sei die Wahl, in die auch der Lebenshilfe-Vorstand eingebunden gewesen sei, auf Aschenbrenner gefallen. Die Diplom-Pädagogin habe „am konsequentesten und klarsten“ Ideen vertreten, die auch für die Lebenshilfe von zentraler Bedeutung seien. Auch habe sie Erfahrung in der Führung von Einrichtungen und Mitarbeitern.

Die aus Arrach (Bayern) stammende neue Schulleiterin betonte, dass sie die Katenkamp-Schule keineswegs im Alleingang konzeptionell und inhaltlich weiterentwickeln wolle. „Es geht nur gemeinsam“, sagte sie, auch Eltern oder Politiker will sie mit ins Boot holen.

Was die Inklusion betrifft, stellten Aschenbrenner und Drefs klar, dass „der allergrößte Teil“ der Schüler mit einem Förderbedarf im Schwerpunkt geistige Entwicklung den Schonraum mit kleinen Klassen vor Ort brauche. Es gebe aber auch Schüler, für die dieser Schonraum in anderen Schulen denkbar sei. Denkbar sei umgekehrt zum Beispiel auch, dass Gymnasiasten einen Ethik-Kursus im Gebäude an der Pestalozzistraße besuchen. Hier sehe sie es als eine ihrer Aufgaben an, Kontakte zu anderen Schulen zu knüpfen, so Aschenbrenner.

Dass sie im Juli die Leitung der Katenkamp-Schule übernahm, sieht die 44-Jährige als „eine doppelt glückliche Fügung“. Zum einen könne sie hier inhaltlich in einem Bereich tätig sein, „der mir nah ist, den ich kenne“, zum anderen liege der neue Arbeitsort ganz in der Nähe ihres neuen Wohnortes Nordenholz.

Edith Aschenbrenner hatte eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin absolviert, dann Sozialwesen mit Schwerpunkt Rehabilitation und Behindertenhilfe studiert. Im anschließenden Pädagogik-Studium waren ihre Schwerpunkte die Sonderpädagogik und die Erwachsenenbildung. Zuletzt war sie Geschäftsführerin der (mittlerweile abgewickelten) Bildungszentrums Lutherstift Falkenburg.