Wüsting - „Steuere und rudere nicht“, lautete einer der vier Tipps, die die Schuldezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Gisela Bier-Wißmann, der neuen Schulleiterin der Grundschule Wüsting, Sabine Tretner, bei deren Amtseinführung am Freitag mit auf den Weg gab. Im feierlichen Rahmen wurde die 50-Jährige nun offiziell in ihrem Amt begrüßt.

Neu ist die gebürtige Darmstädterin in der Grundschule aber nicht, sondern vielmehr seit 1999 als Lehrerin in Wüsting fest integriert und von den Kollegen geschätzt. Neben diesen waren auch weitere Gratulanten wie die Schulleiter anderer Schulen gekommen. „Sie haben die Qualität, die eine Schulleiterin mitbringen muss“, sagte Uta Komendzinski von der Förderschule in Hude.

Auch der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Hude, Peter Zwiener, zeigte sich mit der Wahl der neuen Rektorin sehr zufrieden und sicherte ihr auch zukünftig Unterstützung zu: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“. Aktuell repariert die Gemeinde schon mal das Dach der Schule.

Im Rahmen der Feier wurde auch die frühere Lehrerin und letzte kommissarische Konrektorin Monika Bruschke verabschiedet. „Ich habe hier tolle Jahre zugebracht“, resümierte sie. 27 Jahre, davon zwei Jahre als kommissarische Konrektorin, war Bruschke in der Grundschule aktiv, oftmals auch über den Feierabend hinaus, gestand sie. „Mein Mann und meine Kinder waren mit eingespannt“, sagte sie lachend. Zum Beispiel habe es damals noch keine Playbacks gegeben, so dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Stücke auf der Orgel eingespielt hatte. „Nach so einer langen Zeit weiß man, wo die Tür knarrt“, so Dezernentin Bier-Wißmann.

In ihrer Rede betonte die ehemalige Lehrerin dann mit Zitaten des Psychoanalytikers Erik H. Erikson und des Erziehungswissenschaftlers Herbert Gudjons, dass der Ruhestand durchaus seine Vorteile habe. Diese Ansicht teilte auch Zwiener, der Bruschke einen kleinen Schutzengel überreichte, „falls der bisherige Schutzengel auch in Pension geht“. Und auch die Grundschüler hatten sich für ihre ehemalige Konrektorin etwas Besonderes einfallen lassen. Mit der Geschichte der Maus Frederik über einen flotten Sirtaki bis hin zum Schlusslied „Ich wünsch’ dir was“, bedankten sie sich bei ihrer „Frau Bruschke“.